Überlingen – Nachdem sich bereits die Bürgergemeinschaft für Überlinger Bäume (BÜB) als auch der Verein Bürgersinn kritische über die Pläne der Stadt und Eventmanager Reinhard Weigelt, die Eisbahn "ÜB on Ice" im kommenden Winter an den Chantilly-Platz zu verlegen, geäußert hatten, melden sich nun auch die Umweltschutzverbände BUND und Nabu zu Wort. "Wie kann man nur auf die Idee kommen, am Chantilly-Platz die Eisbahn aufbauen zu wollen?", schreibt Hanne Auer aus dem BUND-Vorstand im Namen beider Naturschutzbünde. Ihre Befürchtungen: Das Gelände sei sehr eng ist, Fußgänger würden behindert und die Gastronomiezelte reichten bis hinauf zur Aussichtsplattform, "abgesehen von alldem ist die Belastung der Rosskastanien ein unkalkulierbares Experiment". Wie der Bürgersinn befürchten Nabu und BUND Schäden an den Wurzeln der Bäume. "Das ist mit der Baumschutzsatzung der Stadt Überlingen nicht vereinbar. Die hohen Kastanien beherrschen und prägen den Platz am Eingang zur Altstadt, das Ziel der Stadtverwaltung muss sein, die Vitalität dieser markanten Bäume zu erhalten!"

Auch das Argument der Stadt, dass das Gelände sowieso für die Landesgartenschau umgestaltet werden müsse und dass die Stadt hierfür die Kosten übernehmen würde, überzeugt die Organisationen nicht. " Für eine Gartenschau müssen doch wohl ganz andere Vorbereitungen stattfinden, als für die Anlage und den Aufbau einer tonnenschweren Kunsteisbahn", schreibt Hanne Auer und appelliert an die Stadtverwaltung sowie an Organisator Reinhard Weigelt: "Es gibt doch wirklich Alternativen, also: Keine Experimente mit den Kastanien am Chantilly-Platz!"