Er war ein Novum und wird vermutlich auch eine Ausnahme bleiben: Der Fassanstich beim Bamberger Dorffest, der vom neuen Ortsvorsteher Daniel Plocher und seinem Stellvertreter Oliver Wörner vorgenommen wurde. „Damit Sie die beiden auch mal besser kennenlernen“, erläuterte Narrenpräsident Werner Brodmann beim Frühschoppen.

Gute Stimmung im Festzelt.
Gute Stimmung im Festzelt. | Bild: Holger Kleinstück

Der neue Dorfvorsteher hatte jedenfalls keine Probleme damit, das 15-Liter-Fass anzustechen. Nur zwei Schläge brauchte er, dazu noch einen kleinen dritten Schlag zur Sicherheit, und schon floss der Gerstensaft aus dem Fässchen.

Ortsvorsteher Daniel Plocher (links) kurz nach erfolgtem Fassanstich mit seinem Stellvertreter Oliver Wörner (Mitte) und Narrenpräsident Werner Brodmann.
Ortsvorsteher Daniel Plocher (links) kurz nach erfolgtem Fassanstich mit seinem Stellvertreter Oliver Wörner (Mitte) und Narrenpräsident Werner Brodmann. | Bild: Holger Kleinstück

Als er gefragt worden sei, ob er den Fassanstich übernehmen wolle, musste er nicht lange überredet werden, sagte Plocher im Gespräch mit dem SÜDKURIER „Ich wusste, das wird lustig.“ Er wohnt zwar noch keine drei Jahre in Bambergen, will aber den Vorteil des Teilorts schon ausgemacht haben. „Der Zusammenhalt hier im Ort ist familiär und einzigartig“, sagte der 47-Jährige. „Man kennt sich, man hält zusammen, das macht es aus.“

Funktionierende Dorfgemeinschaft

In die gleiche Kerbe schlug auch Oliver Wörner. „Es gibt hier so etwas wie eine funktionierende Dorfgemeinschaft“, unterstrich Wörner, der seit dem Jahre 2005 in Bambergen wohnt. Beide genossen das Fest unter der großen Linde, womit sie wesentlich dazu beitrugen, die Kommunikation zwischen Ortschaftsrat und Dorfbevölkerung zu verbessern, wie Plocher als Ziel seiner Arbeit angekündigt hatte.

Gemütliche Stunden

Ansonsten verlief das Fest wieder in seinem üblichen Rahmen, nachdem es im Vorjahr anlässlich der 750-Jahr-Feier von Bambergen größer aufgezogen worden war. Hunderte Einwohner verbrachten mit Gästen aus der Umgebung und Feriengästen zumindest am sommerlichen Sonntag gemütliche Stunden auf dem Festplatz vor dem Dorfgemeinschaftshaus.

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