Am Donnerstag setzte Landwirtschaftsminister Peter Hauk den symbolischen ersten Spaten in die Erde, am Freitag setzten Baumfäller die Arbeiten für die Landesgartenschau 2020 fort. Das Gelände des ehemaligen Campingparks im Westen von Überlingen wird zu einem Bürgerpark umgebaut, die Betonmauer abgerissen, das Ufer abgeflacht. Die an der Ufermauer im Wege stehenden Trauerweiden und andere Bäume mussten dafür weichen.

Roland Leitner, Geschäftsführer der LGS GmbH, erkannte beim Gang über das Gelände an, dass es jetzt (vorläufig) kahl aussehe, womit natürlich zu rechnen gewesen sei. Er freue sich, dass die konkreten Arbeiten am Projekt nun beginnen und eine ökologische Aufwertung des Geländes, wie er betont, möglich sei, bei dem die Besucher ans Wasser gelangten. Auch die zur Ufermodellierung nötigen Granitblöcke sind in einer ersten Charge angeliefert worden, weitere werden Folgen. Das Gestein komme aus Südtirol, sagt Leitner, und mit Beginn des Winters werde der Steinbruch dort geschlossen, weshalb die Fuhren nun zügig anlaufen müssten. Man liege im Zeitplan. Der Auftrag zur Umgestaltung des Geländes ging an die Firma Meyer Landschaftsbau, Straßen- und Tiefbau in Villingen-Schwenningen nach einer europaweiten Ausschreibung.

Gegen die Fällung der Bäume richtet sich der Protest verschiedener Bürger, organisiert in der Bürgergemeinschaft BÜB. Eine an den Landtag gerichtete Petition sei in diesem Punkt zurückgewiesen worden, sagte Leitner. Für den zweiten Abschnitt, von dem die Fällung der Platanenallee weiter östlich betroffen wäre, laufe sie noch. Linken-Gemeinderat Roland Biniossek sprach in einer Pressemitteilung von "wunderbaren Riesen", die gefällt wurden, Überlingen erlebe einen "schwarzen Freitag".