Mit Haft- und Bewährungsstrafen, die alle unter den Anträgen der Staatsanwaltschaft lagen, endete das mehrtägige Verfahren gegen eine fünfköpfige Gruppe, die wegen Raub vor Gericht stand. Zu den angeklagten Straftaten gehörte auch der Überfall auf die Überlinger Spielhalle "Admiral" am 6. Februar.

Siebeneinhalb Jahre Haft für Haupttäter

Der Haupttäter, ein Student, muss für siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis. Die Staatsanwältin hatte für ihn elf Jahre Haft gefordert. Der junge Mann war durch seinen Drogenkonsum und seinen aufwendigen Lebensstil in Schulden geraten. Das Geld dafür bekam er von seinen Eltern und als Kredit von einem Rauschgifthändler.

Weiterer Angeklagter drohte mit Schreckschusspistole

Ein weiterer Angeklagter hatte beim Überfall auf einen Edeka-Markt im Zollernalbkreis und auf einen Lidl-Markt im Kreis Sigmaringen sowie auf die Überlinger Spielhalle maskiert und mit einer Schreckschusspistole ausgestattet die Herausgabe von Bargeld verlangt. Er muss viereinhalb Jahre ins Gefängnis.

Dritter Angeklagter hält Mitarbeiter Waffe an den Kopf

Ein weiterer Angeklagter muss für fünf Jahre ins Gefängnis. Er hatte nach Überzeugung der Strafkammer unter Vorsitz von Richter Hannes Breuckler dem Spielhallen-Mitarbeiter in Überlingen die Waffe an den Kopf gehalten. Außerdem war der Mann bereits vor fünf Jahren wegen einer ähnlichen Tat verurteilt worden.

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Die beiden weiteren Angeklagten kamen wegen geringer Tatbeteiligung mit Bewährungsstrafen davon. Insgesamt wurden der Bande vier Überfälle nachgewiesen. Der fünfte Überfall in Orsingen-Nenzingen scheiterte, weil die Polizei die Angeklagten unmittelbar vor der Tat festnehmen konnte.

Flucht mit 530 Euro Beute

Der Überfall in Überlingen dauerte nach Ermittlungen der Polizei nur zwei Minuten. Während die beiden mit Sturmhauben maskierten Täter die Spielhalle ausrauben wollten, wartete ein drittes Bandenmitglied in einem Auto auf die Angeklagten. Zwei weitere Mittäter hatten die Umgebung der Spielhalle abgefahren, um ihre Komplizen beim Auftauchen von Polizeifahrzeugen zu warnen. Bei dem Überfall erbeuteten die Räuber 530 Euro Bargeld. Der Spielhallen-Mitarbeiter hatte den Tresor nicht geöffnet, mit dem Hinweis, er habe keinen Schlüssel dafür.