Es bleibt der mehrheitliche Wunsch des Gemeinderats, im künftigen Regionalplan eine Gewerbefläche nordöstlich von Andelshofen vorzusehen. Keinen Erfolg hatte die Fraktion BÜB+ mit ihrem Antrag, die Ausweisung abzulehnen. Dirk Diestel begründete die Ablehnung vor dem Hintergrund des Klimaschutzes mit dem Erhalt des Grünzugs, den landschaftliche Qualitäten und den Interessen der Landwirtschaft.

Bei der Fraktion LBU/Grüne fand die neue Fraktion zumindest fünf Mitstreiter, auch der Andelshofener Hubert Büchele (ÜfA/FWV) votierte – anders als der Rest seiner Fraktion – für den Antrag der BÜB+, der mit neun zu 14 Stimmen abgelehnt wurde. Kein Dissens bestand bei der Ausweisung von zwei neuen Wohnbauflächen. Mit 15 zu sieben Stimmen fand der Verwaltungsvorschlag eine Mehrheit.

Kooperation mit Owingen und Sipplingen

In dem im April 2016 beschlossenen Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Isek) ist das Gebiet bei Andelshofen zwar als wichtiges Flächenpotenzial benannt, bei dem einen Monat später verabschiedeten Entwicklungskonzept für Gewerbeflächen ist es jedoch kein Thema. Das kurzfristig aktivierbare Angebot mache knapp 10,3 Hektar aus. Die könnten allerdings 2024 „ausverkauft“ sein, hieß es damals jedoch auch.

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Deshalb wurde eine Kooperation mit den Gemeinden Owingen und Sipplingen angeraten, um ein gemeinsames Konzept zu entwickeln. In der Verwaltungsgemeinschaft mit den beiden Nachbarn hat man sich auf die Option bei Andelhofen verständigt und will einen Zweckverband für die gemeinsame Nutzung gründen.

Standort bei Andelshofen als einzige Option

Ulf Janicke (LBU/Grüne) sah das Potenzial auf Owinger Gemarkung nicht ausreichend geprüft und Hubert Büchele (ÜfA) war verwundert über die Erweiterung des Areals auf private Flächen und insgesamt 20,5 Hektar. Überrascht von der Diskussion zeigte sich Günter Hornstein (CDU), zumal man sich auf die Stärkung beider Standbeine Überlingens, des Tourismus‘ und des Gewerbes, verständigt habe. Man habe viele Standorte für ein Gewerbegebiet untersucht, doch nur eine Option sei übrig geblieben.

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Raimund Wilhelmi (FDP) verwies auf die möglichen Arbeitsplätze und die Chancen, die man den jungen Menschen immer habe bieten wollen. Häufig sei beklagt worden, dass Betriebe nach Owingen abgewandert seien. Dass auch der Westen des Kreises Flächen anbieten müsse, betonte Michael Wilkendorf (SPD) und fügte hinzu: „Wir entscheiden am Ende, was geschieht und was wir genehmigen.“

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