Die Corona-Krise schränkt den lokalen Handel enorm ein. Geschäft müssen geschlossen bleiben, im Wesentlichen sollen nur Lebensmittelversorger, Apotheken oder Tierbedarfshandlungen geöffnet bleiben, um eine unnötige Übertragung des Corona-Virus zu vermeiden. Das heißt aber nicht, dass Einzelhändler zum Nichtstun verdammt sind.

Sowieso derzeit kein Laufsteg vorhanden

Auf Initiative von Anna Frauenfelder wurde die Aktion „Gutschein statt Klopapier“ gestartet, an der sich nun viele Händler beteiligen. Sie erinnert daran, dass es auch eine Zeit nach Corona geben wird, für die man sich jetzt Gutscheine kaufen und sie selbst aufbewahren oder verschenken könnte. Die lokalen Händler wären doppelt gestraft, wenn jetzt jeder nur noch bei Amazon Dinge bestellt, Hosen oder Blusen beispielsweise, die momentan eh nicht groß auf irgendwelchen innerstädtischen Laufstegen präsentiert werden könnten.

Einige Händler sind jetzt per E-Mail oder über Internetseiten erreichbar und bieten, wie beim herkömmlichen Online-Shopping, einen Lieferservice. Silvia Kiesle vom Teeladen Feynwerk in der Hafenstraße beispielsweise. Sie nimmt unter Telefon 989 9247 oder per Mail (kiesle@feynwerk.eu) Bestellungen auf.

Lokaler Internethandel

Wenn man so will, ist das ein Vorgriff auf einen internetgestützten Handel, der angesichts der Übermacht von Amazon und Co. längst überfällig war. Kiesle, die Frau mit dem feinen Teegeschmack, meint: „Die Zeiten sind sehr fordernd – für uns alle, doch sicherlich gibt es Schicksale, die nicht vorstellbar sind. Darum bin ich zutiefst dankbar, in Deutschland und in dieser herrlichen Region zu leben. Mit allem versorgt, was wirklich notwendig ist. Vielleicht tut etwas Demut uns allen gut.“

Weitere gute Ideen zur Aufrechterhaltung des Handels finden Sie auf der Plattform des SÜDKURIER, bei der Wirt- und Kundschaft zusammengeführt werden.