Vorbei die friedliche Stille der verträumten Morgenstimmung im herbstlichen Zwielicht. Ja, es ist Herbst. Die Zeit der fliegenden Hüte, die Zeit der fallenden Blätter. Ganz klar, zu viel Prosa. Jetzt ist die Zeit der Laubsauger und die Jagd auf die fallenden Blätter beginnt. Jawohl, die Jagd, denn gemeint ist jedes einzelne Blatt. Blätter harken, Fehlanzeige. Das Harken der Blätter fast meditativ, wenngleich genauso effektiv, als solches auf jeden Fall zu feminin. Es gilt jetzt Blätter jagen mit Gebrüll, denn brüllen tut er, Laubi, der Sauger. Maskulin.

Kein Tag beginnt, ohne das Dröhnen, Quäken, Aufheulen der Motoren. Nein, kein Motorrad, aber das Auf- und Abschwellen des gewaltigen Sounds lässt Mann von der Harley träumen. Der Easy Rider auf dem heimischen Posthof bleibt nicht lange mit seinen Träumen allein. Schon quäkt ein zweiter, hier ein dritter, denn es ist Herbst und die Jagdsaison eröffnet. Umzingelt von der lauten Power der Jäger, wenn schon nicht der verlorenen Schätze, dann schon der fallenden Blätter, ist Mann in starker Konkurrenz. Laubi, der Sauger, wer hat den Lautesten?

 

Aber eins ist sicher: Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder keine Frage. Morgen fallen wieder Blätter, und übermorgen, und überübermorgen. Laubsauger mit Schalldämpfer haben auch kleine Nachteile offeriert das Netz. Ja, klar, sie sind leise. Aufmerksamkeits-Level gleich null, da könnte Mann ja wieder zum Laub-Rechen greifen. Zurück ins Mittelalter, nö, vorwärts in die Zukunft. Brumm, Brumm, Drrrrr, Drrrrr, Wääk, Wääk und so weiter. Doch auch dies sei noch gesagt: Wer verbirgt sich da neulich hinter Laubi, dem Sauger, bewehrt mit 10 Zentimeter dicken Ohrschützern, die alle Anlieger sich wünschten, und lässt den Laubi mal so richtig kräftig aufheulen. Überraschung. Es ist eine Frau. Feminin, Maskulin, auf jeden Fall Geräusch-Affin, und Laubi, der Sauger, braucht wohl ein Gendersternchen.