Medien aus ganz Baden-Württemberg nahmen am Montag an einer Pressekonferenz auf der Tourismusmesse CMT in Stuttgart teil, auf der die in 100 Tagen beginnende Landesgartenschau beworben wurde. Geschäftsführer Roland Leitner betonte, wie sich Überlingen weiterentwickelte, und Geschäftsführerin Edith Heppeler schilderte die Höhepunkte der 3000 Veranstaltungen. Fragen der Medienvertreter drehten sich um Barrierefreiheit und Erreichbarkeit.

Minister Peter Hauk machte bei einer Pressekonferenz in Stuttgart Werbung für die Landesgartenschau.
Minister Peter Hauk machte bei einer Pressekonferenz in Stuttgart Werbung für die Landesgartenschau. | Bild: Hilser, Stefan

In diesem Jahr ganz besonders: Minister Peter Hauk beneidet den Oberbürgermeister von Überlingen um seinen Arbeitsplatz in grüner Umgebung. Er werde, so die im Spaß vorgetragene Ankündigung des Landwirtschaftsministers, „die zubetonierte Landeshauptstadt verlassen und seinen Arbeitsplatz nach Überlingen verlagern“.

Start am 23. April

Grund für seine Träumereien ist die Landesgartenschau (23. April bis 18. Oktober), die Hauk am Montag bei einer Pressekonferenz auf der Stuttgarter Tourismusmesse CMT in schönen Farben zeichnete. OB Jan Zeitler eröffnete die Konferenz mit den Worten, dass die LGS „DAS Ereignis 2020 in Baden-Württemberg“ sei. Die erste Landesgartenschau, die am Bodensee stattfindet. Neu auch, dass sie fünf Parkflächen verbindet und die Besucher beim Gang vom einen zum anderen Park ganz automatisch „in das Stadtleben von Überlingen eintauchen“.

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Geschäftsführer Roland Leitner stellte die rhetorische Frage: „Überlingen ist doch schon so schön – was konnte man da noch besser machen?“ Er antwortete selbst mit der Aussage, dass „über längere Zeit keine Veränderung mehr stattgefunden hat“, dass aber durch steigende Touristenzahlen die vorhandenen Flächen, auf denen Tourismus stattfindet, „gefühlt immer kleiner wurde“. Leitner: „Wir mussten neue Flächen erschließen.“ Dafür sei im Westen der Stadt eine Mauer auf gut einem Kilometer Länge abgerissen worden, in einem Bereich, der den Namen „Bodenseeufer“ nicht verdient habe. Hier, so seine Beschreibung des neu entstandenen Uferparks, sei ein Park mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten entstanden, der den Überlingern und seinen Gästen auf Dauer bleibt. Hinzu kommen, neben dem Uferpark, „Filetstücke in der zweiten Reihe“, die bislang weitgehend unbekannt gewesen seien, oder für die Öffentlichkeit sogar verschlossen waren. Gemeint sind Stadtgräben, Menzinger Gärten und die Rosenobelgärten. Dazu Zeitler: „Wir haben Lebensraum für Generationen geschaffen.“

Heppeler: „Man muss mehrfach kommen“

Geschäftsführerin Edith Heppeler beschrieb, wie so ein Spaziergang während der Landesgartenschau aussehen könnte: Vom Park über die Gärten und Gräben zur Kapuzinerkirche, vorbei am Museumsgarten – „viele Paare heiraten dort“ – sie skizzierte die Vielfalt an Veranstaltungen, von Musik über Tanz, Kino, Literatur, Kulinarik und Floristik, und ließ ihre Schwärmerei gegenüber den zahlreichen Medienvertretern in der Aussage münden: „Man muss mehrfach nach Überlingen kommen.“

Größeren Wohnmobilstellplatz angekündigt

In der anschließenden Fragerunde wurde nach der Barrierefreiheit gefragt, nach der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, und nach Plätzen für Wohnmobile. Den Antworten der LGS-Verantwortlichen war zu entnehmen, dass Überlingen wegen seiner Topographie keine hundertprozentige Barrierefreiheit bieten könne, aber alle Bereiche ohne Treppenstufen erreichbar mache. Für die individuelle Anreise mit dem Auto seien genügend Parkplätze und ein Shuttle-Bus organisiert, mit der Bahn stünde man noch in Verhandlungen, um Schwierigkeiten auszuräumen. Der Wohnmobilstellplatz, so die Ankündigung Zeitlers, werde temporär „ungefähr verdoppelt“.

Schön für die Besucher, aber auch dauerhaft wertvoll für die Überlinger: Diesen Mehrwert einer Landesgartenschau betonte Minister Hauk. Die Landesregierung bekenne sich auch künftig zu dieser „strukturpolitischen Aufgabe“. Peter Hauk jedenfalls ist überzeugt, dass Überlingen an Bekanntheit und Attraktivität enorm gewinnt, und auch er öfter hinfahren werde, „um mich am See zu weiteren politischen Höhenflügen inspirieren zu lassen“. Zwischenruf aus der Journalisten-Runde: „Wenn er da mal nicht baden geht.“

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