Oberbürgermeister Jan Zeitler erläuterte in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch, warum das Vergabekonzept entstanden sei, mit dem der Flohmarkt vom Landungsplatz verdrängt wurde (er findet nun am Samstag ab 8 Uhr auf der Promenade zwischen Landungsplatz und Mantelhafen statt), und warum er den Streetfood-Markt auf dem Landungsplatz genehmigte. Noch vor der Ratssitzung versandte die Gemeinderatsfraktion LBU/Die Grünen eine Pressemitteilung, in der sie sich gegen den von der Verwaltung geäußerten Eindruck verwahrt, "der Gemeinderat" wolle keine Flohmärkte mehr auf dem Landungsplatz.

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"Wir brauchten eine Regelung, um Veranstaltungen auf dem Landungsplatz steuern zu können", begründete Zeitler. In der Vergangenheit habe es eine Flut an Veranstaltungen gegeben, aber keine Handhabe, sie an Qualitätskriterien zu messen. Dem Nabu sei im Februar 2018 schriftlich mitgeteilt worden, dass er am Landungsplatz "voraussichtlich" nicht mehr aufbauen dürfe, aber am Mantelhafen "mit seiner neuen hoch attraktiven autofreien Fläche". Das Streetfood-Festival stelle eine "neue und jüngere Veranstaltung dar, die im Interesse des Stadtmarketings liegt und unsere Stadt belebt".

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LBU/Die Grünen machen darauf aufmerksam, dass bei der Abstimmung im Gemeinderat im März mehrere Fraktionen "starke Bedenken" äußerten, dass etablierte Veranstaltungen von Vereinen behindert würden. Nach der Aussage der Verwaltung, dass im Ratsausschuss Ausnahmen beschlossen werden könnten, habe man "im guten Glauben darauf" dem Konzept zugestimmt und der Nabu habe einen Ausnahmeantrag eingereicht.

In der betreffenden Ausschuss-Sitzung sei der Antrag nicht aufgerufen worden, er sei von der Verwaltung "unterschlagen worden", wie es die Fraktion formuliert. Vielmehr sei eine Beschränkung auf 2 Flohmärkte (bei 4 Bewerbungen) beantragt worden. Man habe eine Erhöhung auf vier erreicht, mehr aber nicht. Man beobachte den Markt morgen und werde gegebenenfalls selbst, als Fraktion, für den Nabu einen Ausnahmeantrag stellen.