Überlingen (dle) Bei der Begrüßungsrede am Samstagmorgen im Gymnasium Überlingen hatte Oberbürgermeisterin Sabine Becker gehofft, dass die Teams aus Überlingen den Kreisjugendentscheid beim Heimspiel gewinnen mögen. Sie wurde nicht enttäuscht: Überlingen 4/Stufe 3 gewann später mit sensationellen 90 Prozent.

Auch die anderen Teams hatten zu einem Gesamt-Traumergebnis von knapp 76 Prozent beigetragen. "Das ist ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis" sagte Mitorganisator Julian Schweikart. Elf Jugendrotkreuzgruppen aus Salem, Friedrichshafen, Überlingen und Pfullendorf sowie die Schulsanitätsgruppe des Gymnasiums gingen an den Start, mit dabei waren die Bambini sowie Jugendliche aus den Stufen 1 bis 3.

Die etwa 120 Jugendlichen zwischen sechs und 18 Jahren mussten an acht Stationen Sozialkompetenz, Wissen und Kreativität unter Beweis stellen. Aus zehn Blatt Papier und 50 Zentimeter Tesafilm galt es, einen ein Meter hohen Turm zu bauen, der nicht umfallen durfte. Bei der Gestaltung eines Plakates zum Thema Menschlichkeit wurde der Bereich Flüchtlinge angesprochen. Viel gelacht wurde bei der Aufzählung von Schimpfwörtern von A bis Z. Doch als die Gruppenaufgabe dann darin bestand, die Schimpfwörter zu erklären und passende Entschuldigungen zu finden, wurde es ruhiger und konzentrierter.

Darüber hinaus mussten die Jugendlichen auch unter Beweis stellen, wie sie eine tiefe Schnittwunde und einen Schockpatienten richtig versorgen. Bei der anschließenden Kritik lobte der Punktrichter Manfred Sonntag von der Ortsgruppe Salem das Team der Jugendrotkreuzgruppe Überlingen: "Das habt ihr gut gemacht, der Patient hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit überlebt." Da muss jedes Detail stimmen, und darauf achtete der Punktrichter auch ganz besonders. Auch sein Gesamtbericht am Ende des Tages fiel gut aus: "Alle Gruppen haben ihre Hausaufgaben gut gemacht, die sind super!"

Mit viel Hurra und tosendem Jubel nahmen die Jugendlichen bei der Siegerehrung ihre Medaillen und Pokale entgegen. Und die Sieger der jeweiligen Gruppen werden im Juni auf Landesebene wieder ihr Können unter Beweis stellen.