Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai wählen die Überlinger ihren Gemeinderat. Um einen Beitrag zur Entscheidungsfindung zu leisten, hat der SÜDKURIER die antretenden Parteien, Vereinigungen und Listen aufgefordert, fünf Gründe zu nennen, warum die Wähler ihre Kandidaten wählen sollen. Hier die Argumente der Liste LBU/Grüne.

1. Bürgerbeteiligung

Wir finden, Bürgerbeteiligung ist ein Gewinn für die Stadt. Bürgerinnen und Bürger wollen in Sachfragen unserer Stadt mitreden. Wir möchten sie an Planungen und Bauprojekten von öffentlicher Bedeutung frühzeitig beteiligen und auch informieren, über welche Themen gerade nicht-öffentlich beraten wird. Wir setzen uns für öffentliche Aufsichtsratssitzungen städtischer Gesellschaften ein. Um ein Meinungsbild aus der Bevölkerung zu bekommen, möchten wir das Konzept der „Zufallsbürger“ nutzen.

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2. Klimaschutz

Wir setzen uns für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ein. Unser Ziel: ein Masterplan für ein CO2-freies Überlingen 2030. Dazu gehören ein Fernwärme- und Klimakonzept (Pilotprojekt „Seewärme nutzen“) und der Umbau der Energienutzung von „fossil“ nach „regenerativ“. Wir möchten Biodiversität, die Marke „Cittaslow Stadt“, Gemeinwohl-Ökonomie und regionale Kreisläufe stärken und eine sachliche Diskussion zur Wehrtechnik führen mit Blick auf zivile Produkte und Arbeitsplatzsicherung.

3. Straßenverkehr

Wir fördern Lebensqualität durch weniger Autos und mehr Begegnung. Wir wollen den motorisierten Durchgangsverkehr weiter reduzieren und mehr in Park&Ride und den öffentlichen Personennahverkehr investieren; auch, um das Prädikat „Kneippheilbad“ zu erhalten. Radfahren muss attraktiver und sicherer, die Barrierefreiheit ausgebaut werden. Zur Lebensqualität gehören für uns auch ein Haus der Begegnung sowie die Förderung des kulturellen Angebots und des Freizeitangebots für junge Menschen.

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4. Wohnen

Unser Ziel ist Wohnqualität für alle. Wir möchten Wohnraum schaffen für Menschen jedes Einkommens, für jede Altersgruppe und jede Form des Zusammenlebens oder des Alleinlebens. Unsere Ziele: Vergabe städtischer Grundstücke vorrangig in Erbpacht, eine Sozialbindungsquote von mindestens 20 Prozent bei jedem größeren Wohnbauvorhaben und Sanierung und Nutzung leer stehender städtischer Gebäude. Städtische Grünflächen müssen ebenso erhalten bleiben wie der Dorfcharakter in den Teilorten bei Neubauprojekten.

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5. Kompromissfähig

Wir fordern nicht nur, wir setzen um. Wir formulieren unsere Ziele nicht nur für das Wahlprogramm, sondern wollen sie soweit wie möglich umsetzen. Dazu gehört in einer Demokratie, sich mit anderen Meinungen ernsthaft auseinanderzusetzen, Mehrheiten zu organisieren und – wenn nötig – auch den einen oder anderen Kompromiss einzugehen. Polemik und Fundamentalopposition sind einfach, führen aber zu nichts. Wir wollen nicht 100 Prozent Recht behalten, sondern gemeinsam das Beste für Überlingen erreichen.

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