Ein langer trockener Sommer und ein sonniger, milder Herbst ließen den Gedanken an Frost, Schnee und Eisglätte noch in weite Ferne rücken. Das bemerkte auch Bernhard Böhler, der in Leustetten einen Reifenservice betreibt: "Dieses Jahr lassen sich die Leute viel mehr Zeit mit dem Wechsel auf Winterreifen, weil es so lange warm geblieben ist." Erst seit der letzten Oktoberwoche habe die Nachfrage nach Winterreifen und Reifenwechsel zugenommen. Dabei gebe es genügend Gründe, trotz mildem Klima die "O-O-Regel" – von Anfang Oktober bis Ostern gehören Winterreifen ans Fahrzeug – als Richtwert zu nehmen.

Nachfrage bestimmt den Preis

Steigt nun nämlich die Nachfrage im November sprunghaft an, müssen die Kunden mit langen Wartezeiten rechnen. Bei einigen seiner Kollegen, so Böhler, betrage die Wartezeit derzeit zwei bis drei Wochen, um einen Termin für den Reifenwechsel zu bekommen. Doch nicht nur die Wartezeit, sondern auch der Preis steigt. Böhler: "Die Großhändler gestalten die Preise nach Angebot und Nachfrage, und wenn nun auf einmal die Nachfrage so hoch ist, kann der Preis für einen Reifen schon mal von einem Tag auf den anderen um 10 Euro steigen. Das heißt, wer rechtzeitig Reifen wechselt, kann bis zu 20 Prozent an Kosten sparen."

Keine generelle Winterreifenpflicht

Bernd Schmidt vom Polizeipräsidium Konstanz erklärt die Rechtslage: "Es ist vorab zu erwähnen, dass es keine generelle Winterreifenpflicht gibt. Allerdings ist in der Straßenverkehrsordnung (StVO, Paragrph 2) geregelt, dass das Führen eines Kraftfahrzeuges bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte nur erlaubt ist, wenn auf dem Fahrzeug Reifen montiert sind, die entsprechend für diese Witterungsverhältnisse zugelassen sind." Man spricht dabei auch von einer "situativen Winterreifenpflicht". Von dieser ausgenommen sind seit dem 1.1.2018 unter anderem einspurige Kraftfahrzeuge wie Motorräder, Motorroller, E-Bikes oder Mopeds.

Schritt 1: Schrauben anlösen. Lösen Sie sämtliche Radschrauben des Reifens um eine Viertelumdrehung... Bild: Julia Rieß
Schritt 1: Schrauben anlösen. Lösen Sie sämtliche Radschrauben des Reifens um eine Viertelumdrehung... Bild: Julia Rieß
Schritt 2: Aufbocken. Das Auto sollte auf einer ebenen Fläche stehen und der (hydraulische) Wagenheber auf der Auflagefläche am Fahrzeug positioniert werden. Angaben in der Gebrauchsanweisung des Fahrzeugs beachten... Bild: Julia Rieß
Schritt 2: Aufbocken. Das Auto sollte auf einer ebenen Fläche stehen und der (hydraulische) Wagenheber auf der Auflagefläche am Fahrzeug positioniert werden. Angaben in der Gebrauchsanweisung des Fahrzeugs beachten... Bild: Julia Rieß
Schritt 3: Rad abschrauben. Nun, wo das Rad in der Luft hängt, lösen Sie die Schrauben komplett... Bild: Julia Rieß
Schritt 3: Rad abschrauben. Nun, wo das Rad in der Luft hängt, lösen Sie die Schrauben komplett... Bild: Julia Rieß
Schritt 4: Reifen lösen. Nehmen Sie nun den Reifen ab... Bild: Julia Rieß
Schritt 4: Reifen lösen. Nehmen Sie nun den Reifen ab... Bild: Julia Rieß
Schritt 5: Radschrauben prüfen. Es gibt Reifen, bei denen spezielle Radschrauben mitgeliefert werden. Überprüfen Sie, ob Sie diese oder die Original-Schrauben Ihres Fahrzeugs benötigen... Bild: Julia Rieß
Schritt 5: Radschrauben prüfen. Es gibt Reifen, bei denen spezielle Radschrauben mitgeliefert werden. Überprüfen Sie, ob Sie diese oder die Original-Schrauben Ihres Fahrzeugs benötigen... Bild: Julia Rieß
Schritt 6: Rad anbringen. Montieren Sie die Räder am Fahrzeug. Achten Sie dabei auf die Laufrichtung der Reifen: links ist links und rechts ist rechts. Wenn Sie die Reifen, die in der vergangenen Saison vorne waren, nun hinten aufziehen möchten, niemlas diagonal untereinander austauschen... Bild: Julia Rieß
Schritt 6: Rad anbringen. Montieren Sie die Räder am Fahrzeug. Achten Sie dabei auf die Laufrichtung der Reifen: links ist links und rechts ist rechts. Wenn Sie die Reifen, die in der vergangenen Saison vorne waren, nun hinten aufziehen möchten, niemlas diagonal untereinander austauschen... Bild: Julia Rieß
Schritt 7: Rad anschrauben. Ziehen Sie die Schrauben fest... Bild: Julia Rieß
Schritt 7: Rad anschrauben. Ziehen Sie die Schrauben fest... Bild: Julia Rieß
Schritt 8: Ablassen. Nun können Sie den Wagenheber entfernen... Bild: Julia Rieß
Schritt 8: Ablassen. Nun können Sie den Wagenheber entfernen... Bild: Julia Rieß
Schritt 9: Schrauben nachziehen. Nun noch einmal die Schrauben nachziehen – und dann nach rund 100 Kilometern noch einmal. Bild: Julia Rieß
Schritt 9: Schrauben nachziehen. Nun noch einmal die Schrauben nachziehen – und dann nach rund 100 Kilometern noch einmal. Bild: Julia Rieß