Wenn das Team vom Frauenkaffee zu Kaffee und Kuchen und Narretei bittet, dann weiß das weibliche Publikum, dass niemals unter die Tischkante geschossen wird. Einen auch von Männern besuchten Frauenkaffee könnten sich die Macherinnen nicht vorstellen. "Unser Humor ist gemacht von der Frau für die Frau", sagt Gesamtleiterin Anne Mandausch. Das Programm steht in diesem Jahr unter der Überschrift "It e Wunder". Mit dabei ist wieder die Band "Cellolitis".

Am Donnerstag, 16. Februar, geht es los, fünf Aufführungen (bis 20. Februar) stehen auf dem Programm. Beginn ist jeweils um 14.30 Uhr. Und Karten gibt es, nein, in diesem Jahr nicht im Pfarrzentrum, sondern in der Aula der Wiestorschule.

Schon der Kartenvorverkauf gehört als sehr spezielles Event zum Frauenkaffee dazu. Er beginnt am Samstag, 4. Februar, um 10 Uhr in der Aula der Wiestorschule. Die insgesamt 2000 Eintrittskarten sind so heiß begehrt, dass sich die größten Fans schon in der Nacht auf Samstag – ausgestattet mit Wärmflasche, Tee und Strickzeug – an die Vorverkaufsstelle stellen. Ein unglaublich großes Kompliment für die Macherinnen des Frauenkaffees, die die Ausdauer ihrer Fans dann am Samstagmorgen mit Bewirtung und "Kàschberle", wie Mandausch sagt, belohnen. Die Gesamtleiterin ist in der Nacht noch nicht dabei, weil sie sich ja nicht anstellen muss. Auf die Frage, die sie den Besucherinnen stellte, ob das Anstehen denn nicht ein bisschen anstrengend sei, bekommt sie jeweils zur Antwort: "Dees wen'd mir so."

Auf was dürfen sich die Besucherinnen, zu denen oft auch die (Ex-)Ministerpräsidentengattinnen Teufel und Kretschmann zählen, freuen? "It e Wunder": Dieser Titel entstammt dem Tiefsinn des Alemannischen, der so viel ausdrückt wie der viel längere und umständlichere Satz: "Ich habe es doch schon immer geahnt, nun kommt es also ans Tageslicht." Er kann aber, je nach Situation und entsprechend intoniert, auch bedeuten: "Selber Schuld!" oder "Schon verstanden!" Der Programmtitel jedenfalls gibt den roten Faden vor, der sich durchs Programm zieht, das gespickt ist mit Stückle, die "Biss" oder "... se weg sind" oder "Au des no" heißen. Auf die Frage an Anne Mandausch, um was es denn beim "Biss / ... se weg sind" gehe, dreht sie ihre Augen lächelnd zur Decke hin – und schweigt. Frau darf sich nun also fragen, was sich die Überlinger verbeißen mussten, bis was weg war? Auflösung dann beim Frauenkaffee.

It e Wunder sind die 40 Akteurinnen auf und hinter der Bühne derzeit ein bisschen im Stress. Denn die zwei, drei Stunden Programm wollen mit Qualität gefüllt sein: Es soll Lokalkolorit besitzen und spezielle Frauenfragen beantworten. Aufs Tapet kommen sicherlich die Platanen, die OB-Wahl oder die verkehrsfreie Innenstadt, und die Hochzeit auf dem Helchenhof mit Sicherheit auch – alles andere wäre komisch. Das ganze Großprojekt jedenfalls erfordert Ausdauer beim Stückleschreiben, beim Auswendiglernen, beim Proben, beim Kulissenbauen, Warmtanzen und beim Musizieren, womit das Team in diesen Wochen vollauf beschäftigt ist.

Anne Mandausch hat die Gesamtleitung das 22. Mal inne. Die Besucherinnen können gewiss sein, dass sie auch in diesem Jahr wieder ein selbst genähtes Kleid präsentiert. Derzeit ist sie damit beschäftigt, auch durch diesen Stoff, der noch unter der Nähmaschine liegt, den roten Faden zu ziehen.

Termine und Vorverkauf

  • Der Närrische Frauenkaffee hat Premiere am Donnerstag, 16. Februar, im Kursaal am See. Die weiteren Aufführungen sind am 17., 18., 19. und 20. Februar. Beginn ist jeweils um 14.30 Uhr. Der Kartenverkauf findet am Samstag, 4. Februar, von 10 bis 12 Uhr in der Aula der Wiestorschule statt (Achtung: nicht im Pfarrzentrum wie in den vergangenen Jahren). Restkarten, falls vorhanden, sind ab Dienstag, 7. Februar, bei der Tourist-Info am Landungsplatz erhältlich. Der Eintritt von 15, bzw. 16 Euro beinhaltet eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen.
  • Der Reinerlös kommt Müttern und vor allem Kindern in Not zugute: In diesem Jahr den Kleinkindern einer tödlich verunglückten Frau, dem Frauenhaus Friedrichshafen, dem Förderverein Wiestorschule, dem Verein Solwodi von Schwester Lea Ackermann und dem Verein Target von Rüdiger Nehberg.
  • Veranstalter sind die katholischen Frauenverbände Frauenbund und Frauengemeinschaft. Gewünscht ist, dass die Besucherinnen im schönen Kleid und einem fantasievoll geschmückten, nicht zu großen und Sicht raubenden, Hut, erscheinen. Informationen im Internet unter www.frauenkaffee.de