Vor genau zwei Jahren fand das erste Überlinger Jugendforum im Kursaal statt. Damals wurde angeregt, einen Jugendgemeinderat zu bilden. Vor genau einem Jahr wussten die elf Jugendgemeinderäte, dass sie gewählt sind. Zuvor gab es einen Wahlkampf, in dem die Kandidaten ihre Ziele und konkreten Projekte vorstellten.

Oberbürgermeister Jan Zeitler spricht zur Eröffnung des Jugendforums ein Grußwort.
Oberbürgermeister Jan Zeitler spricht zur Eröffnung des Jugendforums ein Grußwort. | Bild: Jäckle, Reiner

Die Einladung zum zweiten Überlinger Jugendforum erreichte die Schüler sehr kurzfristig: Mittwoch erfuhren sie durch ihre Klassensprecher, dass das Jugendforum am Donnerstag stattfindet. „Dafür, dass es so kurzfristig war, war es doch ok“, meint ein Schüler im Vorbeigehen. Rund 70 Jugendliche sind in den Kursaal gekommen: Erstens um den Fortschritt der Projekte zu verfolgen, die ihre Interessenvertreter angestoßen und vorangetrieben haben.

In Themeninseln sprechen die Projektgruppen über ihre Vorhaben.
In Themeninseln sprechen die Projektgruppen über ihre Vorhaben. | Bild: Jäckle, Reiner
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Und zweitens um an den Projekten mitzuarbeiten. Die Projektthemen reichten von Nahverkehr, Veranstaltungen, Parties und einem Skateparkfestival, bis hin zu einer Jugend-App, das den Jugendlichen Informationen zu all den bestehenden und geplanten Angeboten auf das Handy bringt. „Wir haben tolle Projektgruppen mit vielen tollen Ideen“, sagt Jugendgemeinderätin Fabienne Nejad. Sie ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. „Es hätte mich gefreut, wenn mehr Leute gekommen wären. Aber die Anzahl war O.K.“

Die Projektgruppen stellen ihren Fortschritt dem Plenum vor.
Die Projektgruppen stellen ihren Fortschritt dem Plenum vor. | Bild: Jäckle, Reiner

Die elf Gemeinderäte haben sich intern unterschiedliche Zuständigkeiten gegeben. Sie besuchen die Gemeinderatssitzungen abwechselnd. „Wir rotieren: Es gehen immer zwei von uns zum Gemeinderat“, sagt Vanessa Schnell. „Der ÖPNV ist um die Uhrzeit abends noch nicht so gut“, wirft Viktor Kliewer ein. Jeden zweiten Montag haben die Jugendgemeinderäte ihre interne Sitzung, dienstags die öffentlichen Sitzungen – dazu kommen noch die Projektgruppen und weitere Treffen im Dachverband.

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Sehr viele Sitzungen, aber „Stress ist nicht gleich Stress“, so Vanessa Schnell. Außerdem lohne sich der Aufwand: „Man lernt sauviele Leute kennen“, sagt Victor Kliewer. Liza-Marie Schumacher appelliert an die Jugendlichen: „Lasst euch aufstellen. Ihr gewinnt sehr viel an Reife fürs Leben. Und knüpft dabei Freundschaften.“

Die Jugendlichen diskutieren beim Jugendforum im Kursaal über jugendpolitische Themen.
Die Jugendlichen diskutieren beim Jugendforum im Kursaal über jugendpolitische Themen. | Bild: Jäckle, Reiner

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