Überlingen – Überlingens Oberbürgermeister Jan Zeitler strebt einen Sitz im Kreistag an. Wie seine Vorgängerin Sabine Becker ist auch er der Meinung, dass Überlingens Stadtoberhaupt im Parlament des Landkreises eine Stimme brauche. Und so bewarb er sich innerhalb seiner Partei, der SPD, um einen Platz auf der Kandidatenliste für die Kreistagswahl, die am 26. Mai stattfinden wird.

Die Genossen wählten ihn auf Platz eins der Bewerberliste im Wahlkreis Überlingen. Er bringe Kreistagserfahrung mit, warb Zeitler für seine Person, und verwies auf den Landkreis Freudenstadt, wo er früher als Bürgermeister in Horb tätig gewesen war und zusätzlich in den Kreistag gewählt worden ist.

Der frühere Landtagsabgeordnete Norbert Zeller kandidiert im Wahlkreis Friedrichshafen, mit ihm und dem ebenfalls aus Überlingen erneut kandidierenden Michael Wilkendorf, so Zeitler, "werden wir wieder eine starke Fraktion bilden". Die SPD müsse sich auf Kreisebene vor allem bei den Themen Wohnen und Straßenverkehr einbringen, sagte Überlingens OB. Die SPD habe sich auf Kreisebene mit Vorsitzendem Rainer Röver neu aufgestellt. Zeitler: "Ich wünsche mir eine gute Zusammenarbeit."

Röver, niedergelassener Hausarzt in Überlingen, kandidiert auf Platz zwei der SPD-Liste im Wahlkreis Überlingen, zu dem auch die Gemeinden Sipplingen und Owingen gehören. Mit Verweis auf die jüngsten Oberbürgermeisterwahlen in Reutlingen und Wertheim sagte Röver: "Wer behauptet, die SPD könne keine Wahlen gewinnen, der hat die letzen ein zwei Jahre verschlafen. Wir sind auf einem aufsteigendenen Ast und können das auch in der Kommunalwahl fortsetzen."

Zeller wurde mit 100 Prozent zum Versammlungsleiter gewählt. "Das sind die Wahlergebnisse, die ich mir wünsche", sagte er scherzhaft. Im aktuellen Kreistag ist der Wahlkreis Überlingen mit einem Vertreter präsent, mit Michael Wilkendorf. Drei Sitze für die SPD seien bei den nächsten Wahlen "realistisch", so Zeller.

Wilkendorf sagte, er würde gerne wieder dabei sein. Er steht auf Platz 4 der aktuellen Kandidatenliste, hinter Angelika Haarbach, der früheren SPD-Ortsvorsitzenden von Überlingen. Auf den weiteren Plätzen folgen Kirstin Stüble, Wolfgang Dieterle, Effat Nawab, Stefan Fritz, Melanie Kunze, Tobias Linder, Mira Heibili, Manuel Wilkendorf, sowie als Ersatzkandidat Andreas Hüwe.