Sporthallen sind derzeit sowieso geschlossen. Und so nutzt die Stadt Überlingen im Kampf gegen das Corona-Virus eine Sporthalle am Schulzentrum, um hier eine Infektionsambulanz aufzubauen. Sie geht am Donnerstag, 19. März, in Betrieb und ist vor allem für Patienten aus Überlingen, Owingen und Sipplingen gedacht.

Nur nach Terminvereinbarung

Sie ist angesiedelt in der Kreissporthalle am Schulzentrum. Nach Terminvereinbarung, die ausschließlich über den eigenen Hausarzt erfolgt, kann sie ab heute von Menschen besucht werden, die fürchten, vom Corona-Virus angesteckt zu sein. In der Ambulanz werden Fragen geklärt wie: Wer ist ein Fall fürs Krankenhaus? Wer sollte sich einfach zu Hause nur schonen? Oder wer kann mit einem Rezept für wirksame Medikamente wieder nach Hause geschickt werden?

Vorsichtshalber eine Nummer größer

Die Koordination liegt beim Überlinger Hausarzt Dr. Rainer Röver. Er wünsche sich, dass man in wenigen Wochen sagen könne, dass er mit seiner Prognose völlig übertrieben habe. Doch stellt man sich jetzt vorsichtshalber lieber auf eine Vielzahl an Patienten ein. So bietet die Infektionsambulanz in den Warteräumen – dabei handelt es sich um die drei voneinander abgetrennten Hallenteile – jeweils Platz für bis zu 50 Patienten, 150 insgesamt. Wie Röver erklärte, sei die Halle deswegen ideal, weil sie groß genug ist und genügend Räume bietet, so dass die Patienten von der Anmeldung über das Wartezimmer bis zur Behandlung und bestenfalls Entlassung über den Hinterausgang so gesteuert werden können, dass ein Infektion vermieden wird.

Die wichtigsten Fragen, zusammengestellt und beantwortet von der Stadtverwaltng

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