Die Nachbarschaft aus der Schul- und der Hafenstraße trifft sich am Donnerstag 17. Oktober. Darauf weist Carl Fahr hin, der auf 19 Uhr ins Gasthaus Gundele einlädt. „Es tut sich was in der Hafenstraße, es geschehen noch Zeichen und Wunder“, überschreibt er seine Einladung. Seit Jahren werde über eine Verkehrsberuhigung in der Hafenstraße diskutiert, „seit mehreren Wochen ist sie Wirklichkeit, wenn auch nur vorübergehend“. Gemeint ist die Baustellensperrung, die am gestrigen verkaufsoffenen Sonntag kurzzeitig wieder aufgehoben worden ist.

Zur Zeit keine „Landgockel“ in der engen Straße

Dazu schreibt Fahr, Bewohner der Hafenstraße: „Keine Gigaliner mehr zwischen Elsaß und Tirol, keine Landgockel mit imponierendem Auspuffdröhnen auf Rundkurs durch die Überlinger Altstadt.“ Damit würden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. „Das Straßenbild wird verschönert, das Leben und Arbeiten in unserem Stadtteil aufgewertet.“ Auch die Zugänglichkeit, Belieferung und Entsorgung von Haushalten, Läden, Gast- und Werkstätten müsse sich darauf einstellen. „Mindestens vorübergehend ist die Zufahrt zu den mehr als 40 Parkplätzen bei der Wasserschutzpolizei und auf dem Schulhof von Osten aus direkt von der Mühlenstraße zu erreichen, die Parkplätze des Schulhofs sogar von Westen aus über die Schulstraße, also aus beiden Richtungen.“

Sanierung verschoben

Fahr bedauert allerdings, dass der Bereich zwischen der Hafen- und Mühlenstraße auch während der Landesgartenschau in seinem desolaten Zustand verharre. Er bezieht sich auf einen Ratsbeschluss, wonach die Sanierung auf die Zeit nach 2020 verschoben werde. „Auch der bis dahin geplante Umbau der Hafenstraße in einen verkehrsberuhigten Bereich zwischen der Hofstatt und Schulstraße unterbleibt. Nach Sanierung des Hauses Hafenstraße 11 wird sich also an der bisherigen unbefriedigenden Verkehrssituation nichts ändern.“

Gundele schließt

Es gebe noch weitere Themen beim Nachbarschafts-Umtrunk zu diskutieren, so Fahr. „Auch darüber, ob und wie wir Hafen- und Schulsträßler uns im kommenden Jahr bei der Landesgartenschau als gute Gastgeber einbringen können.“ Vor allem aber gelte es, noch einmal die Gelegenheit zu nutzen, im Gundele einzukehren „und uns bei Gerda und Karl-Heinz Saum dafür zu bedanken, dass sie viele Jahre für uns ein Treffpunkt mit Überlinger Geschichte waren und das Leben in unserem Viertel bereicherten“. Denn das Gundele schließt Ende Oktober, bevor ein neuer Pächter übernimmt.

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