Die Bürgerinitiative von Anwohnern am Schättlisberg hat einen Einwohnerantrag gestellt, in dem sie fordert, dass ihre Bedenken in Bezug auf den Bebauungsplan für die Bodensee-Laserklinik von Dr. Martin Braun an der Aufkircher Straße geprüft werden.

Bürgerinitiative bringt „Anregungen und Bedenken“ zu Papier

Der Gemeinderat hatte im November den Aufstellungsbeschluss gefasst. Nun soll das Anliegen der Initiative in der Sitzung am 12. Februar behandelt werden, wenn der Gemeinderat dies befürwortet.

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Unterdessen hat die Initiative nach einem Gespräch mit Vertretern des Stadtplanungsamts ihre Kritik und ihre Skepsis an dem Vorhaben als „Anregungen und Bedenken“ zu Papier gebracht – unter anderem mit Zweifeln an der medizinischen Nutzung, Sorgen wegen des Verkehrs, des Lärms der Klimaanlagen und insbesondere der Höhe des Gebäudes insgesamt.

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BÜB+ will vollständige Akteneinsicht

Gleichzeitig hat sich die Fraktion BÜB+ mit einer Reihe von Fragen zum Vorhabenträger und zur Vorgeschichte des Projekts an die Verwaltung gewandt. Die von dem Mediziner als Antragssteller genannte Dr. Braun Sanitas GmbH & Co. KG sei im Handelsregister bislang nicht eingetragen, schreibt die BÜB+ und formuliert den Wunsch auf vollständige Akteneinsicht, die bis zum Inhalt von Gesprächen Brauns mit der damaligen Oberbürgermeisterin Sabine Becker im Jahr 2016 zurückreicht.

Wer hinter der Sanitas Dr. Braun GmbH & Co. KG steckt

Mediziner Braun sagt auf SÜDKURIER-Nachfrage zu der im Bauantrag genannten Gesellschaft: „Uns schlägt nur Hass und Misstrauen entgegen. Jeder sucht nur ein Haar in der Suppe.“ Weiter erklärt er: „Hinter der Sanitas Dr. Braun GmbH & Co. KG stehe ich mit meiner Familie, das heißt ich und meine drei Kinder – sonst niemand.“ Es sei eine „reine und ausschließliche Familiengesellschaft, bestehend aus mir, Dr. Martin Braun, und meinen Kindern“. Weitere Personen seien nicht daran beteiligt. Dies sei bei vielen Bauprojekten so üblich.

Dr. Braun: Eintragung ins Handelsregister wird derzeit vorbereitet

„Die Dr. Braun Sanitas GmbH & Co. KG ist zur Zeit in Gründung; der Gesellschaftsvertrag wird momentan erarbeitet“, erklärt Braun: „Den Namen ‚Sanitas‘ habe ich gewählt, um die Bedeutung des Projekts für den Gesundheitsstandort Überlingen zu betonen.“ Der Name der Gesellschaft sei im August von der Industrie- und Handelskammer Weingarten (IHK) genehmigt worden. Die Rechtsform sei mit der IHK abgesprochen. Eine Eintragung werde derzeit vorbereitet.

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