Die Hauptversammlung der Hänselezunft Überlingen (HZÜ) fand im frisch sanierten katholischen Pfarrzentrum statt. Hänselevater Harald Kirchmaier hatte laut Mitteilung der Zunft seine schwarze Kappe aufgesetzt, ehe er am Mikrofon seine erneute Kandidatur verkündete. Viele Stimmen aus der Stadt hätten ihn dazu bewogen, bei den Vorstandswahlen im kommenden Jahr doch wieder anzutreten. Der lautstarke Applaus im Saal, der nach dieser Verkündung nicht lange auf sich warten ließ, hätte ihm dann auch seinen Worten nach sehr gutgetan.

Sehr gut gefallen habe ihm auch die zurückliegende Fastnacht. Ob das Einschnellen an Dreikönig, an dem sich alle an das Gebot 12 Uhr gehalten hätten, oder der Narrentag des Viererbundes in Rottweil, zu dem sogar ein Hänsele aus Kiel extra angeflogen kam und die Eltern ihm das Häs entgegenbrachten. Und natürlich die Fasnet in der eigenen Stadt, auf die Kirchmaier auch im Ausblick zu sprechen kam. So würden zum nächsten Hänselejuck am 10. Februar erstmals an einigen Stellen auch LED-Fackeln zum Einsatz kommen. „Wir sagen aber nicht, wo die stehen, um die Wirkung zu testen“, ergänzte Kirchmaier. Beim nächsten Hänselejuck werden sieben Musikkapellen dabei sein. Laut dem zuständigen Hänselerat Jürgen Herr sei eine solche Anzahl nicht selbstverständlich. Deshalb sollten sich dazwischen auch alle Hänsele ausgewogen verteilen, um ein schönes Bild abzugeben. Stattfinden wird auch wieder die Narrensause, mit einer gravierenden Änderung. So wird am Freitag, 2. Februar, erstmals das Dorfgemeinschaftshaus in Nußdorf die Feierwilligen beherbergen. Grund: Das Kapuziner wird saniert.