Mit großem Jubel wurden die elf Jugendgemeinderäte bedacht, als OB Jan Zeitler sie einzeln auf die Bühne rief. Die Stadt hatte in den Kursaal geladen, um der Vorstellung des ersten Überlinger Jugendgemeinderats einen passenden Rahmen mit anschließender Party zu verleihen. Die sechs Rätinnen und fünf Räte sind zwischen 13 und 17 Jahre alt. Mit Abstand die meisten Stimmen erhielt der 16-jährige David Jung aus Salem.

Oberbürgermeister Jan Zeiler (rechts) gratuliert David Jung, der bei der Wahl zum Jugendgemeinderat die meisten Stimmen bekam. Bild: Sabine Busse
Oberbürgermeister Jan Zeiler (rechts) gratuliert David Jung, der bei der Wahl zum Jugendgemeinderat die meisten Stimmen bekam. | Bild: Sabine Busse

Rückblick auf den Wahlkampf

Nachdem Jan Zeitler den strahlenden Wahlsiegern gratuliert hatte, übernahm Moderator Reiner Jäckle. So erfuhr das Publikum im zu dieser Zeit noch gut gefüllten Saal, dass die Jugendlichen zum Teil einen engagierten Wahlkampf geführt haben. Einige machten die Runde durch die Klassenzimmer und hängten Plakate auf, andere druckten Flyer oder rührten die Werbetrommel in den sozialen Medien. Ein paar sahen das gelassener und hofften auf genügend Multiplikatoren im Freundeskreis.

Ausblick auf die Ratsarbeit

"Ich werde immer ein offenes Ohr haben für die Anliegen des Jugendgemeinderates", versicherte Jan Zeitler. Besonders hob er die Wahlbeteiligung von 53,5 Prozent hervor, als Zeichen, dass die jugendlichen Räte eine große Interessensgruppe hinter sich wüssten. Tröstliche Worte hatte er für die, bei denen es knapp nicht gereicht hatte. Dem schloss sich der Landtagsabgeordnete Martin Hahn an, der zum Gratulieren auf die Bühne kam. Auch er habe schon Wahlen verloren, wichtig wäre es, trotzdem weiter zu machen. Zum Schluss wandte sich Jan Zeitler an die Kollegen aus dem Gemeinderat: "Da werden wir uns der ein oder anderen Diskussion stellen müssen!"

Schlussrunde mit Musik

Als dann die Jugendband der Musikschule den musikalischen Teil des Abends eröffnete, leerte sich der Saal zusehends, was sicher nicht an der Qualität der Darbietung lag. Alle Kandidaten hatten nach mehr Veranstaltungen für Jugendliche gerufen, diese haben die Altersgenossen weitgehend verpasst.