Die Überlinger CDU hatte im Rahmen ihres Forums für Frauen unter Federführung von Aniko Haufe dazu eingeladen. Die Zeit könne man nicht managen, aber besser nutzen. So solle man die wichtigsten Dinge zuerst angehen und Dauerstress vermeiden. Denn Letzterer mache Menschen letztlich nicht nur ineffizient, sondern sogar krank. Stattdessen solle man achtsam mit seiner Zeit und sich selbst umgehen. Das waren die Hauptbotschaften, die die Diplom-Kauffrau und Erwachsenenpädagogin aus Tuttlingen ihren Zuhörerinnen vermittelte.

„Stress beginnt im Gehirn“

Zuerst räumte Schneider mit dem „Mythos Multitasking“ auf. „Das Hirn kann sich nur auf eine Aufgabe gut konzentrieren.“ Schneider betonte: „Stress beginnt im Gehirn“, schilderte dessen Abläufe und Folgen und nannte Gegenmaßnahmen. Dabei stand der „Megatrend Achtsamkeit“ im Fokus. Schneider erwähnte dessen Pionier Jon Kabat-Zinn und das von ihm entwickelte Achtsamkeitstraining sowie den Psychiater und Auschwitz-Überlebenden Viktor Frankl. Frankl ermutigte dazu, auf Reize nicht automatisch zu reagieren, sondern sich bewusst für eine Reaktion zu entscheiden.

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Schneider nannte auch ihre eigenen sieben Tipps zum Selbstmanagement: „Schaffen Sie Strukturen, definieren Sie Regeln. Setzen Sie sich klare Ziele. Unterscheiden Sie Wichtiges von Dringendem. Lernen Sie, Nein zu sagen. Planen Sie schriftlich und mit System. Geben Sie ab und suchen Sie Unterstützung. Denken Sie positiv.“ Besonders eifrig diskutierten die Zuhörerinnen Schneiders Vorschlag, die Kinder eigene Wochenpläne mit Aufgabenverteilung aufstellen zu lassen. Beim Thema Achtsamkeit stimmten sie der Referentin zu, dass vieles davon schon in der christlichen Kultur angelegt sei. So meinte Schneider: „Auch ein Rosenkranz ist Meditation.“