Das Konzertprogramm stand unter dem Motto "Chor – Klang – Raum". Das wurde während des Konzertes in den wechselnden Aufstellungen des Chores sichtbar. Kirchenmusiker und Chorleiter Joachim Neugart hatte sich intensiv mit der Franziskanerkirche auseinandergesetzt und nutzte die Klangentfaltung an den unterschiedlichen Orten im Chorraum.

Eröffnung mit Jubilate Deo

Französische und baltische Kompositionen, vor allem auch zeitgenössische Musik fanden sich auf dem sorgfältig ausgewählten Konzertprogramm. Freudig und kraftvoll eröffnete der Chor das Konzert mit dem Jubilate Deo des französischen Komponisten Guilaume Bouzignac. Immer wieder besonders die Kompositionen zeitgenössischer baltischer Musiker: des Letten Rihards Dubra und des Litauers Vytautas Miškinis. Diese Chormusik ist besonders klangfarbig mit liebevoll gestalteter Melodik, aber auch schlicht und zärtlich und meditativ dahinfließend, zum Beispiel im O crux ave von Dubra.

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Der Schönhausen-Chor überzeugte mit sauberer Intonation, guter Artikulation und geschmeidiger Dynamik unter dem fließenden Dirigat seines Chorleiters Joachim Neugarts. Der Kirchenmusiker und Organist Joachim Neugart brachte in zwei Beiträgen mit Werken von Dietrich Buxtehude und Louis Vierne die Orgel in der Franziskanerkirche zum Klingen. Französische Chormusik von Camille Saint-Saens, Theodore Dubois und Louis Vierne passten ebenso zum homogenen Chorklang, wie das Vaterunser von Giacomo Meyerbeer. Der zeitgenössische französische Komponist Philippe Mazé schrieb mehr als 200 Motetten und 30 Messen. Aus der Messe mineure en ré erklangen das Kyrie, Sanctus und Agnus Dei. Die etwa 80 Zuhörer in der Franziskanerkirche erlebten ausgewogene und gepflegte Chormusik auf hohem Niveau.