Der Ansturm des Publikums bei der Eröffnung der Ausstellung "Die Chaconne" mit Bildern und Skulpturen des Seefeldener Malers und Musikers Helmut Mühle in der Städtischen Galerie Fähnle in der Goldbacher Straße war enorm. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Gemälde "Die Chaconne", auf dem Noten von Johann Sebastian Bach dargestellt sind. Diese ließ die Stuttgarter Musikprofessorin Christine Busch auf ihrer Geige auf eindrucksvolle Weise erklingen.

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Initiator Hansjörg Straub freut sich über großes Interesse

Hansjörg Straub, Vorsitzender des Fördervereins Galerie Fähnle und Initiator der Ausstellung, zeigte sich in seiner Begrüßung erfreut über die große Resonanz bei Musik- und Kunstfreunden aus der Region, die teilweise erstmals das Kleinod in der Goldbacher Straße 70 aufgesucht hatten. „Ich bin überwältigt von dem großen Zuspruch“, sagte Straub und erinnerte an seine erste Begegnung mit dem Künstler in Seefelden. Gleichermaßen „gefangen genommen“ hätten ihn die Bilder und die Person von Helmut Mühle, betonte er.

Christine Busch begeistert Besucher mit ausdrucksvoller Interpretation

Der Wahlwieser Waldorfpädagoge, Musik- und Kunstkenner Claus Caspers ordnete die außergewöhnliche Komposition Bachs aus der Partita d-Moll mit ihren Wurzeln und ihrer Entstehungsgeschichte für das Publikum ein und erläuterte einige Details. Dann konnten sich die Zuhörer dem vielschichtigen Musikstück widmen, das Christine Busch mit all seinen harmonischen, aber auch mit allen sperrigen Facetten ausdrucksvoll interpretierte. Die von Caspers verordnete Nachwirkung in Stille tat Not, ehe begeisterter Beifall die Galerie erfüllte. Mit einer „versöhnlicheren Bach-Komposition“, wie Christine Busch sagte, entließ die Violinisten das Publikum in die Betrachtung von Gemälden und Skulpturen.

Ausstellung ist noch bis zum 5. Mai zu sehen

Verschiedene Vorträge flankieren die Ausstellung bis zum 5. Mai. Am Sonntag, 28. April gibt Oswald Burger eine Lesung, in der er Bezüge zwischen Albert Schweitzer und Johann Sebastian Bach herstellt. Am Schlusstag wirft Claus Caspers einen Blick auf die Wandlung der Kunstbegriffs im 20. Jahrhundert.

Die Ausstellung dauert bis zum 5. Mai und ist freitags zwischen 15 und 18 Uhr sowie am Sonntag, 28. April und Sonntag, 5. Mai jeweils von 16 bis 19 Uhr sowie auf Anfrage geöffnet. Kontakt per E-Mail an info@galerie-fähnle-freunde.de oder Telefon: 0 75 51/17 72.