Der Verein "Keine Waffen vom Bodensee e.V." mit Sitz in Lindau organisierte am Sonntag einen Aktionstag unter dem Motto "Eine kriegerische Idylle – Rüstungsbetriebe um den Bodensee". Mit einem Doppeldeckerbus fuhren sie zu den Rüstungsbetrieben am Bodensee und legten am Sonntagmorgen auf dem Landungsplatz einen Zwischenstop ein.

"Krieg ist grausam" klang aus den Lautsprechern, blutrot färbte sich der Landungsplatz. Nach einer Schweigeminute für die Opfer des Krieges zeigte Lothar Höfler die hässliche Rückseite des Bodensees auf. Bei seiner Ansprache vor den etwa 40 Teilnehmern sagte er, dass es nirgends so viel Rüstungsbetriebe auf so engem Raum wie hier am Bodensee gebe. Der Wohlstand am Bodensee würde auf Krieg und Flucht basieren. Lothar Höfler ist der Meinung, dass das Blut der Opfer der am Bodensee produzierten Rüstungsprodukte den Bodensee rot färben könne. Auf den Transparenten forderte sein Verein deshalb Frieden und einen Stopp für den Waffenhandel.

Der Leiter des Gesamteinsatzes, Polizeidirektor Axel Drexler, zog am Ende der Demonstration, ein positives Fazit. "Aus polizeilicher Sicht gab es weder mit den etwa 25 im Autokorso mitfahrenden Demonstrationsteilnehmern noch mit den an den jeweiligen Kundgebungsorten hinzustoßenden Personen Probleme."

Wie die Polizei in einem Pressetext zitierte verlief die Demonstration "völlig friedlich und ohne besondere Vorkommnisse". Um 8 Uhr nach einer Auftaktkundgebung in Lindau gestartet und zunächst begleitet durch die bayerische Polizei, traf der Aufzug kurz nach 9 Uhr auf dem Buchhornplatz in Friedrichshafen ein, wo die Demonstrationsteilnehmer eine weitere Kundgebung abhielten. Diese sowie die auf dem Landungsplatz in Überlingen folgende, aber auch die beiden kurzen Zwischenstopps vor Firmengebäuden in Immenstaad und Überlingen, verliefen ohne jeglichen Zwischenfall, berichtet die Polizei. Zum Schutz der Demonstration und den damit verbundenen polizeilichen Maßnahmen seien vom Polizeipräsidium Konstanz über den Tag verteilt rund 40 Beamten im Einsatz gewesen.