Becker hat ihnen dabei vorgehalten „mit dem Demonstrieren allein ist es nicht getan“. Im Namen von FridaysforFuture-Bodensee antwortet Anouk Hennike auf die Kritik:

„In Ihrem Artikel, in dem Bilanz über das diesjährige Sommertheater in Überlingen gezogen worden ist, wurde enttäuschend über die FridaysforFuture-Community vor Ort geurteilt. Trotz Kontaktaufnahme und Sonderpreisen bezüglich der Tickets seien kaum oder gar keine Aktivisten erschienen – dabei wurde extra eine Begrüßungsrede vorbereitet. Die Enttäuschung danach ist verständlich, aber nur auf den ersten Blick.

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Der Artikel spricht davon, dass “nur demonstrieren“ nichts bewegen wird. Doch bei einem Blick hinter die Kulissen unseres Orga-Teams wird deutlich, dass auf die Straße gehen der unaufwändigste Teil unserer Arbeit ist – denn nur dabei bleibt es nicht. Demonstrationen müssen bei der Stadt angemeldet und geplant werden, es braucht Technik für das Bühnenprogramm, wir betreiben Pressearbeit, engagieren uns bei allen möglichen Workshops/Institutionen/Parteien, arbeiten an Forderungen und sprechen mit Politikern, um unsere Ziele zu erreichen.

Dafür geht für viele ein erheblicher Teil unserer Freizeit drauf, doch das ist es uns aber aufgrund des schnellen Heranrückens der Klimakrise Wert. Dazu kommen Besprechungen, welche nicht selten über zwei Stunden gehen. Wer denkt, wir würden einfach nur auf die Straße gehen, irrt sich. Innerhalb des Orgateams nimmt FridaysforFuture nicht nur freitags zwei Stunden Freizeit ein, sondern beansprucht viel mehr Zeit.

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Über das Sommertheater haben wir unsere Unterstützer früh informiert und Werbung gemacht, dennoch fand am gleichen Abend eine Grillaktion statt, bei der wir den Fokus auf vegetarisch/vegane Nahrung gelegt haben, und jeder einzelne konnte entscheiden, wie und wo er den Abend verbringt. Wir boten die Möglichkeit an, dass Theater zu besuchen, jedoch wollte anscheinend niemand die Diskussionen und anderen Aktivitäten unterbrechen.

Das Orgateam konnte ebenfalls nicht vor Ort sein, da es die Verantwortung über die Grillaktion trug. Es ist zwar schade, dass letztendlich niemand erschienen ist, obwohl die Thematik passend wäre, aber das Ziel dieses Abends war es, die Gruppe zu stärken und näher zusammen zu bringen – dies ist gelungen!

Abschließend möchten wir sagen, dass es keinesfalls unsere Absicht war, die Theatergruppe zu enttäuschen.