Im Vorjahr war das Foodtruck-Festival von Markus Fetscher eine der letzten Veranstaltungen auf dem alten Landungsplatz. Nach Ostern könnte es eine der ersten größeren Veranstaltungen nach dem Umbau sein. Eigentlich hätte der Veranstalter aus Uhldingen-Mühlhofen, der selbst Mitglied im Beirat des Wirtschaftsverbunds Überlingen ist, gerne seinen September-Termin wieder gebucht.

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Doch da kam ihm das „SWR Pfännle“ in die Quere, bei dem am 15. September der Startschuss für den Vorverkauf der Tickets für die Landesgartenschau fällt. Da allerdings auch das „SWR Pfännle“ etwas mit Essen zu tun habe, müsse das Foodtruck-Festival mit dem Termin ausweichen, zumindest wenn es auf dem Landungsplatz stattfinden solle, erklärte Dagmar Schaupp vom Amt für Öffentliche Ordnung im Ausschuss für Bildung und Kultur.

Mindestens vier Monate zwischen Veranstaltungen

„In unserem Vergabekonzept ist geregelt, dass vergleichbare Veranstaltungen hier mindestens vier Monate auseinanderliegen“, erläutert Schaupp. Daher könne Fetscher eine Genehmigung an diesem Ort nur vor dem 15. Mai bekommen. Ihm dies anzubieten, dafür votierte der Ausschuss indes einstimmig. Ungeachtet dessen könne er, so die Leiterin des Ordnungsamts, für September eine Genehmigung auf der Fläche am Mantelhafen bekommen.

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„Wir wollen mehr für jüngere Menschen anbieten“, argumentierte Fachbereichsleiter Raphael Wiedemer-Steidinger. Und gerade hier sei das Foodtruck-Festival auf große Resonanz gestoßen. Schon die Premiere im September 2017 hatte Markus Fetscher ausgerichtet und war daraufhin nach Stuttgart eingeladen worden, um dort im Vorjahr in mehreren Stadtteilen derlei Veranstaltungen auszurichten. „Ein Stuttgarter Wirtschaftsförderer war bei der ersten Veranstaltung in Überlingen hierher gekommen, um sich das anzuschauen“, sagt Fetscher.

Zuletzt war Nachfrage nach Streetfood groß

Für 2019 hatten sich noch zwei weitere Veranstalter von außerhalb beworben, die jedoch vom Anspruch oder den Kooperationspartnern her den Anforderungen der Stadt nicht genügt hätten, heißt es in der Vorlage. Von den Zielgruppen her sieht sich die Verwaltung durch die letzte Veranstaltung Fetschers bestätigt. „Die Stadtverwaltung sieht aufgrund der großen Nachfrage beim Foodtruck-Festival im letzten Jahr, gerade bei vielen jüngeren Personen und Familien, eine besondere überregionale und kommunale Bedeutung im Sinne des Stadtmarketings.“

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Hier vermisste Stadtrat Ulf Janicke (LBU/Grüne), der die Ausschusssitzung in Vertretung von OB Jan Zeitler leitete, eine Bewertung von Jürgen Jankowiak, dem Geschäftsführer der Überlingen Marketing und Tourismus GmbH (ÜMT). „Was mich etwas beunruhigt,“ erklärt er, „dass hier gar keine Kriterien genannt sind, was im Sinne des Stadtmarketings ist.“

Noch keine Entscheidung hinsichtlich Termin

Markus Fetscher selbst wollte sich gestern noch nicht auf eine Entscheidung hinsichtlich des Termins festlegen, schließlich plant er schon ähnliche Festivals in Markdorf und Immenstaad, in Ravensburg und Weingarten.

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Auf die in der Sitzung aufgeworfene Frage „Ist denn das Foodtruck-Festival nun Fast Food oder Slow Food?“ (Janicke) erklärte der Veranstalter: „Das ist eine Mischung, denke ich. Die meisten Anbieter kommen aus der Region.“

Als Besonderheit sehe er, dass die Besucher teilweise Speisen entdecken könnten, die sie zuvor nicht kannten, und freundliche Menschen. Bei seinen beiden Veranstaltungen habe auch ein Inder aus Oberschwaben seine Gericht er angeboten. „Er hat sich bei jedem Kunden mit einer Verbeugung bedankt. Das fand ich beeindruckend.“