Als „Hinweis zur Wahl“ teilt die SPD in ihrem Prospekt zur Kreistagswahl im Wahlkreis Überlingen mit, dass jeder Wähler „insgesamt 12 Stimmen“ habe. Das ist falsch. Wer diesen Aufruf verfolgt, gäbe einen ungültigen Stimmzettel ab.

Rainer Röver: „Da ich persönlich den Flyer gestaltet habe, habe ich dafür die volle Verantwortung übernommen.“
Rainer Röver: „Da ich persönlich den Flyer gestaltet habe, habe ich dafür die volle Verantwortung übernommen.“ | Bild: Wex, Georg

Im Wahlbezirk können maximal 8 Stimmen abgegeben werden. Kreisvorsitzender Rainer Röver, der auf Platz 2 hinter Jan Zeitler kandidert, räumte ein: „Da ich persönlich den Flyer gestaltet habe, habe ich dafür die volle Verantwortung übernommen.“ Er gehe davon aus, dass die Wähler den Fehler erkennen, weil auf dem amtlichen Wahlzettel, „groß und deutlich“ die maximale Stimmenzahl 8 vermerkt ist, „und somit wird die Zahl der ungültigen Stimmzettel sehr gering sein“.

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Röver teilte wörtlich auf SÜDKURIER-Anfrage in einer E-Mail mit: „Der Fehler wurde uns bereits kurz nach der Verteilung gemeldet. Wir weisen die Wähler in unseren Gesprächen am Wahlstand aktiv darauf hin. Unseres Erachtens nach sind ungültige Stimmzettel bei Wählern zu erwarten, die aktiv sowohl von der Möglichkeit zu Kumulieren als auch zu Panaschieren gebrauch machen. Damit trifft das Risiko ungültiger Stimmen theoretisch auch andere Parteien. Letzten Endes muss man jedoch sagen, dass die tatsächlich möglichen „8 Stimmen“ groß und deutlich auf dem Wahlzettel stehen, und wir davon ausgehen, dass die Zahl der ungültigen Stimmzettel somit sehr gering sein wird.“

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