Der Besuch in Konstanz wird mehr als nur der gewünschte Stadtbummel für Familie Obalski. Die fünf Nordlichter entdecken unter anderem eine Wasserschlange, blicken von ganz oben auf die Stadt und stehen sogar zeitweilig mit einem Fuß in Deutschland und mit dem anderen in der Schweiz.

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Altstadt kommt gut an

Doch zunächst umrunden sie ein Stück See, um dieses Mal nicht übers Wasser, sondern mit dem Auto ans Ziel zu kommen. Beim Parkplatzsuchen fällt den Besucher aus dem Norden auf: "Parken in Touristengegenden ist echt teuer!" Papa Markus fragt sich: „Wie ist das wohl für die Einheimischen?“ Vom Großparkplatz Döbele geht es durch ein altes Stadttor direkt in die Altstadt. „Schön hier mit den bunten Häusern, kleinen Gassen und niedlichen Läden“, findet Mama Lea.

Der Ausblick vom Münsterturm entschädigt laut Markus und Simon Obalski für den anstrengenden Aufstieg.
Der Ausblick vom Münsterturm entschädigt laut Markus und Simon Obalski für den anstrengenden Aufstieg. | Bild: privat

Ihr Weg führt sie zum Münster "Unserer Lieben Frau". Der Blick der Jugend richtet sich sogleich in Richtung Kirchturm. „Da wollen wir hoch“, ist die einhellige Meinung. 97 Stufen zählen die Kinder beim Hochsteigen. Und der Ausblick entschädigt für das Kraxeln bei sommerlicher Hitze. Dass auch noch ein Turmfalkenpärchen unterwegs ist, lässt alle ganz andächtig zuschauen. Auch die imposante Glocke nebst Glockenschlag finden Kinder wie Eltern interessant. Eine ganze Weile bewegen sich alle in luftigen Höhen, suchen auch noch die nächst höhere Turmebene auf, bevor sie sich an den Abstieg machen. „Voll spannend“, lautet der Kommentar beim Herausgehen.

Zuvor haben sie noch einen Blick in das Innere der einstigen Kathedrale der Bischöfe von Konstanz geworfen – mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die Krypta aus dem 9./10. Jahrhundert oder das spätmittelalterliche Treppenhaus.

Abkühlung am Brunnen

Nach einem kurzen Stopp zur Mittagszeit setzen sie ihren Konstanzrundgang fort. Zunächst zieht es die Familie an den See. Unterwegs macht sie Halt am Kaiserbrunnen auf der Marktstätte, der sich nicht nur zum Abkühlen eignet, sondern auch Einiges zu entdecken bietet, etwa die bronzene Ausgabe des Konstanzer Friedensvertrags (1183).

Weiter geht's zum Aquarium

Weiter geht es in Richtung Sealife. Beim Umrunden des Aquariums entdecken die Obalskis eine Schlange und viele Frösche und Kaulquappen im kleinen Wassergraben außerhalb des Aquariums. Alle drei Kinder sind begeistert und versuchen das Reptil abzulichten. Dem wird es plötzlich zu bunt. Mit einem leichten Zischen verabschiedet es sich und verschwindet im Seegras.

Mit einem Fuß hüben, mit dem anderen drüben: Obalskis wollten einmal mit zwei Füßen in verschiedenen Ländern stehen.
Mit einem Fuß hüben, mit dem anderen drüben: Obalskis wollten einmal mit zwei Füßen in verschiedenen Ländern stehen. | Bild: privat

Der Ausflug zur Grenze dauert noch ein paar Minuten. Am Ufer des Bodensees entlang führt er bis Schild mit der Aufschrift Landesgrenze. „Alle mal aufstellen auf der Grenze“, ruft Mama Lea. Flugs stehen alle Fünf so, dass sie halb hüben und mit der anderen Hälfte drüben stehen. Dass es in der Schweiz deutlich teurer ist als in Deutschland, kennen die Gäste nur vom Hörensagen. Ein paar Meter weiter probieren sie es aus.

Café mit Seeblick in der Schweiz

Das kleine Strandcafé bietet lustige Liegemöbel mit Seesicht. „Der Café ist mit 4,50 Euro zwar wahnsinnig teuer, aber super lecker und der Ausblick genial“, finden sie. Das Shopping-Center Lago reißt danach keinen mehr vom Hocker. „Sieht aus wie alle anderen Shoppingmalls“, finden alle. Lediglich der Weg dorthin über die Eisenbahnbrücke lässt Eisenbahnfan Simon frohlocken.

Was lässt sich in Konstanz entdecken?

 

  • Die Anreise ist mit der Fähre oder um den See herum mit dem Auto möglich.
  • Die Stadt bietet viele Sehenswürdigkeiten. Der Aufstieg auf den Münsterturm ist laut Familie Obalski zu empfehlen. 193 Stufen weit oben lassen sich Altstadt und See aus besonderer Perspektive genießen. Geöffnet ist der Turm werktags zwischen 10 und 17 Uhr, sonntags und an kirchlichen Feiertagen von 12.30 bis 17.30 Uhr. Der Abstieg ist jeweils eine halbe Stunde länger möglich. Der Eintrittspreis ist mit 1 Euro für für Kinder (sechs bis 14 Jahre) und 2 Euro für Erwachseneist relativ gering. Schöne Stellen zum Rasten oder Picknicken finden Familien im Stadtgarten.
  • Eine Abkühlung mit vielen Details zum Gucken bieten neben dem Bodensee die vielen Konstanzer Brunnen wie der Kaiserbrunnen auf der Marktstätte oder der Lenksche Laubenbrunnen.
  • Empfehlenswert ist auch der 15-minütige Fußweg zwischen Sealife und Landesgrenze.