Hans-Peter Wetzel strebt auch in der nächsten Legislaturperiode einen Sitz im Kreistag des Bodenseekreises an. Der ehemalige Landtagsabgeordnete steht an der Spitze der FDP-Liste im Wahlkreis. Wetzel ist Jurist, betreibt in Überlingen eine Kanzlei, wohnt in Sipplingen.

Ingo Wörner auf Platz 2

Im aktuellen Kreistag sitzt er neben dem Überlinger Tiefbauunternehmer Ingo Wörner, den die Nominierungsversammlung auf Platz zwei hob.

Die Reihenfolge der zwölfköpfigen Kandidatenliste formulierte vor der Sitzung der Parteivorstand, die 21 anwesenden Mitglieder aus den drei Ortsvereinen folgten diesem Vorschlag einstimmig. So folgt auf Platz drei der Kandidatenliste das Überlinger FDP-Urgestein Raimund Wilhelmi, der bis vor wenigen Tagen Geschäftsführer der Klinik Buchinger Wilhelmi, bevor er die Unternehmensführung an seinen Sohn abgegeben hat.

Wilhelmi will das ÜB-Kennzeichen

Als zentrales Thema für die nächste Legislaturperiode benannte Wilhlmi die Wiedereinführung des Autokennzeichens ÜB, die im Kreistag schon mehrfach abgelehnt wurde. Unter anderem mit den Stimmen der CDU, wie Wilhelmi kritisierte.

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Ebenfalls einen Sitz im Kreistag strebt Norbert Gleichauf an (Platz 4), wohnhaft in Sipplingen, Sohn einer Überlinger Kaufmannsfamilie, und Betreiber des Yachtzentrums Bodensee. Reinhard A. Weigelt stellte ihn in der Versammlung vor: "Er ist ein Unternehmer wahrer Güte. Solche Männer braucht der Kreistag, wir brauchen nicht nur Bürgermeister im Kreistag."

Kritik am Mandat für Bürgermeister

Hans-Peter Wetzel verlieh der Kritik am Kreistagsmandat für Bürgermeister Nachdruck: "Sie haben zwei Hüte auf, einerseits verfolgen sie die Interessen des Kreises, andererseits ihrer Gemeinde. Was, wenn widerstreitende Themen anstehen?" Mit Verweis auf die gegenseitige Machtfunktion – der Kreistag wählt den Landrat, der Landrat hält die Aufsicht über die Gemeinden – sagte Wetzel: "Jeder Bürgermeister im Kreistag ist einer zu viel."

Auf dem fünften Platz folgt Uwe Negrassus (Tiefbauamtsleiter im Rathaus von Radolfzell), vor Saskia Winkler ("Energetisches Coaching"), und Gabriel Kiefer, Enkel des Winzers Heribert Kiefer (ehemals Spitalweingut). Architekt Haro Kraus folgt auf Platz 8, vor Domenico Bentivegna, Bernd Giesser, Thomas Lailach und Reinhard A. Weigelt.