Anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21. September kommt ab Donnerstag der Dokumentarfilm „Das Innere Leuchten“ bundesweit in die Kinos. Er porträtiert den Alltag von Menschen mit Demenz in einer Stuttgarter Pflegeeinrichtung. Das Überlinger Kino präsentiert den Film am Donnerstag, 19. September um 20 Uhr, am Freitag, 20. September um 18 Uhr und am Samstag, 21. September um 15.45  Uhr – jeweils im Kammer-Lichtspiel oder im Tivoli.

Die Filmemacherin Andrea Roggon vor dem Filmplakat zu „Mülheim Texas – Helge Schneider hier und dort“.
Die Filmemacherin Andrea Roggon vor dem Filmplakat zu „Mülheim Texas – Helge Schneider hier und dort“. | Bild: Paul Klusmann

Produzentin von „Das Innere Leuchten“ ist die aus Überlingen stammende Andrea Roggon. Die Filmemacherin wird bei der Vorstellung am Donnerstagabend vor Ort sein und im Anschluss an den Film mit den Zuschauern diskutieren. Roggon hat sich in der Filmbranche bereits einen Namen gemacht: 2016 präsentierte sie den Film „Mülheim Texas – Helge Schneider hier und dort“, eine Dokumentation über den Künstler Helge Schneider. 2018 erhielt Andrea Roggon für ihren Film „All is loneliness“ über Einsamkeit das Wim-Wenders-Stipendium.

Fokus liegt auf positive Situationen und Begegnungen

Ihr neuer Film „Das Innere Leuchten“ will die Welt aus der Perspektive von Demenzkranken darstellen. Der Fokus liege auf den positiven Situationen und Begegnungen mit dementen Menschen, trotzdem sollen Konflikte und die Schwere des Themas nicht ausgespart werden. Ziel des Regisseurs Stefan Sick sei es, mit seinem Film mehr Offenheit und Akzeptanz für Menschen mit Demenz zu schaffen: „Für Außenstehende ist es oft nur schwer nachvollziehbar, warum sich Menschen mit Demenz so verhalten, wie sie es tun“, so der Regisseur. Man werde herausgefordert, sich auf andere Menschen einzulassen und dessen Lebensrealität anzuerkennen und zu akzeptieren.

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„Als ich zum ersten Mal das Pflegeheim betrat, eröffnete sich vor mir eine Welt, der ich mich nicht entziehen konnte. Ein Bewohner nahm mich direkt an der Hand und zerrte mich durch die Gänge, was er mir sagen wollte, war mir nicht verständlich.“ Sick sah nur zwei Möglichkeiten: „Entweder ich bleibe oder lasse mich auf diese wundersame Welt ein oder ich versuche diesen Ort möglichst schnell wieder zu verlassen. Ich entschied mich zu bleiben.“