An kulinarischer Vielfalt mangelte es den Besuchern des zweite Street-Food-Marktes auf dem Überlinger Landungsplatz nicht. Angus-Beef-Burger, Schaschlik vom Strauß, Schwein und Känguru, Kässpätzle, Cevapcici oder Langos aus Ungarn – 15 sogenannter "Foodtrucks" kochten am Wochenende in den rollenden Küchen für ihre Gäste. Der Andrang war so groß, dass am Sonntag teilweise einige Gerichte von den Karten der Speisewägen gestrichen werden mussten, sagt Organisator Markus Fetscher. Für ihn ist es ein Zeichen, wie gut der Markt in diesem Jahr bei den Menschen angekommen ist.

"Wir haben viele junge Menschen nach Überlingen gelockt, das war unser Ziel."

Denn die Konkurrenz in der Region war für die Veranstaltung am vergangenen Wochenende groß: Parallel zum Street-Food-Markt in Überlingen fanden der Frickinger Herbst, das Meersburger Weinfest und die Ausstellung "Home & Garden" in Salem statt. "Deshalb ist es umso bemerkenswerter, dass wir mehr Besucher als im vergangenen Jahr hatten. Wir haben viele junge Menschen nach Überlingen gelockt, das war unser Ziel. Grundsätzlich waren aber alle Altersklassen auf dem Markt unterwegs."

Keine weiteren Gespräche mit der Stadt

Dabei sah es bis vor wenigen Wochen noch so aus, als ob Markus Fetscher keine Zusage für seinen Markt von der Stadtverwaltung erhalten würde. Nach dem neuen Vergabekonzept dürfen keine Veranstaltungen auf dem Landungsplatz stattfinden, die einen rein kommerziellen Charakter haben. Als die neuen Auflagen im April veröffentlicht wurden, bewarb sich Markus Fetscher für die zweite Ausgabe des Street-Food-Markts mit einem passenden Konzept.

Die Stadt antwortete auf seine Bewerbung nicht, erst ein persönliches Gespräch mit Oberbürgermeister Jan Zeitler brachte die Zusage. Seitdem habe es aber keine Gespräche mehr mit der Stadt gegeben, sagt Markus Fetscher. Es sei deshalb unklar, ob die rollenden Küchen im nächsten Jahr wieder am Landungsplatz stehen werden. Bis zum Redaktionsschluss gab die Stadtverwaltung keine Antwort auf die Frage, warum das Streetfood-Konzept die Verwaltung und den OB erst nach Monaten überzeugen konnte.