Überlingen (dle) Roland Leitner, der Vorsitzende der Landesgartenschau GmbH, sprach gleich zu Beginn des ersten Landesgartenschau-Stammtisches der Freunde der Landesgartenschau von einer ernsthaft existenzbedrohlichen Lage. Damit meinte er das zeitliche Problem, das die Landesgartenschau GmbH hätte, wenn es zu Änderungen der Pläne durch das Bürgerbegehren kommen würde.

Auch Bürgermeisterin Sabine Becker sagte in ihrer Ansprache in Richtung Dirk Diestel und sein Bürgerbegehren, dass es zu spät ist. Es wurde damals basisdemokratisch entschieden und "wir sind jetzt in einem laufenden Verfahren" betonte sie, das jetzt ausgebremst werden soll. So etwas findet sie unfair. "Ich habe Verständnis für Baumschutz, aber kein Verständnis für falsche Informationen."

Stadtrat Reinhard Weigelt (FDP) bezeichnete Dirk Diestels Bürgerbegehren als unehrlich und nur aus purem Eigennutz. "Es stinkt mir, wenn solche Wichtigtuer so was aufrollen" sagte er und forderte auf, bei dem Bürgerbegehren nicht zu unterschreiben.

Der Vorsitzende der Freunde der Landesgartenschau, Lothar Stolba, sprach gar von einem mangelndem Demokratieverständnis. "Die Mehrheitsentscheidung ist gefallen!" Das Geld für das Bürgerbegehren sei seiner Meinung nach besser in der Pflanzung von größeren Ersatzbäumen angelegt.

Sabine Becker erinnerte an die Großzügigkeit, mit der das Land die Stadt mit Zuschüssen unterstützt. Wenn die Landesgartenschau nicht kommt, müssten Fördergelder wieder zurückgezahlt werden. Was das für die Stadt bedeuten würde, könne sie gar nicht abschätzen, sagte sie. Auch sie monierte die Unwahrheiten, die im Internet zur Landesgartenschau genannt sind.

Altbürgermeister Reinhard Ebersbach mahnte an, Diestels Pläne zu konterkarieren. "Wir müssen Flagge zeigen" sagte er und forderte auf, das Gespräch gezielt mit den Leuten zu suchen, die beim Bürgerbegehren unterschreiben wollen.

Sabine Becker verwies dann noch darauf, dass rechtlich der Plan gar nicht mehr zu ändern ist. Dann bräuchte man sich also eigentlich keine Sorgen machen, hieß es aus dem Publikum. "Darauf sollten wir einen trinken" sagte Sabine Becker zum Abschluss.