Der gläserne Kulturpavillon im Badgarten muss nach dem Ende des Sommertheaters wieder abgebaut werden. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Reinhard Weigelt, Veranstalter der Kleinkunstreihe "Kultur im Kapuziner", und Oberbürgermeister Jan Zeitler. "Wir hatten ein sehr gutes Gespräch, in dem wir gemeinsam über mögliche Lösungen gesprochen haben", berichtet Weigelt, der den Glaspavillon organisiert und zuletzt immer wieder betont hatte, dass er diesen während der Sanierungsarbeiten an der benachbarten Kapuzinerkirche gerne bis 2020 als alternative Spielstätte stehen lassen würde.

Eventmanager ist zufrieden mit der diesjährigen Kleinkunstreihe

Dies sei jedoch nicht möglich, wie er jetzt von der Stadtverwaltung erfahren habe. Die Abteilung Facility Management habe klar gemacht, dass der Pavillon die Arbeiten am baufälligen Kapuziner beeinträchtigen würde. "2019 und 2020 wird Kultur am Kapuziner definitiv nicht an dieser Stelle stattfinden", sagt Weigelt. Das sei schade, da der neue Veranstaltungsort ganz wesentlich zum Erfolg von "Kultur am Kapuziner" in diesem Sommer beigetragen habe. "Es war ganz klar, dass die Location die Leute angelockt hat", sagt der Organisator, der ein zufriedenes Fazit zieht: "Das war dieses Jahr eine sehr schöne und erfolgreiche Reihe" – auch finanziell. Zwar seien die Kosten durch den Aufbau des Glaspavillons in diesem Jahr deutlich höher gewesen als in der Vergangenheit, "aber Sie hören mich nicht heulen". Sechs von zwölf Veranstaltungen seien ausverkauft gewesen, zudem die vier Vorstellungen der "Kleinen Oper am See". Dennoch hätte Weigelt rückblickend etwas am Programm geändert – die Einteilung. "Ich hatte erst einen Comedy-Block, dann die Oper und dann einen Musik-Block. Beim nächsten Mal würde ich es mehr mischen", sagt der Eventmanager.

Reinhard Weigelt hatten gemeinsam mit der Bühne gGmbH den Pavillon als alternative Spielstätte für den baufälligen Kapuziner organisiert.
Reinhard Weigelt hatten gemeinsam mit der Bühne gGmbH den Pavillon als alternative Spielstätte für den baufälligen Kapuziner organisiert. | Bild: Deck, Martin

Ob und wann es ein nächstes Mal geben wird, steht derzeit noch nicht endgültig fest. Zunächst müsse man abwarten, wie das Sommertheater mit dem neuen Ensemble der Festspiele Wange angenommen werde und wie der Förderverein und die Bühne gGmbH als Veranstalter für das nächste Jahr planen – also ob es erneut eine Kooperation geben wird. "Es hängt natürlich auch von der Finanzierbarkeit ab", erklärt Reinhard Weigelt. Er klingt jedoch optimistisch, dass er auch für das kommende Jahr eine Lösung finden wird.