Ist Glyphosat also doch giftig? Macht der Biss in ein Brötchen krank? Spielen die eigenen Kinder auf toxischem Boden? Radeln die Bürger durch verpestete Luft? Die Verunsicherung der Verbraucher ist groß. Und sie ist der Grund für die aufgeheizte Stimmung im Überlinger Kino.

Verunsicherung ist groß

Das große Interesse der Bevölkerung zeigt sich an der Besucherzahl: Der Film lief bereits eine Woche und füllte am vergangenen Sonntag gleich zwei Kinosäle. Die Debatte um Ackergifte ist auch nach der Entscheidung der Bundesregierung, die genannten Pestizide nicht vom Markt zu nehmen, nicht beendet. Es liegen neue Studien vor. Es geht um Verunsicherung, Vertrauensverlust und um die Auffassung, der Staat muss seine Bürger vor Gift schützen. Hier gilt im Zweifelsfalle: „Der Zweck heiligt nicht die Mittel.“

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Es ist mutig von Hubert Rauch, sich dem Kinopublikum zu stellen, betreibt er doch konventionellen Obstanbau, genau wie dies im Film thematisiert wird. Es geht nicht darum, die Bauern anzuprangern, sie stellen nur zwei Prozent der Bevölkerung. Es geht darum, dass die Verbraucher gemeinsam politisches Handeln von denen erwirken, die dafür gewählt wurden. Die Lehre lautet: Die Bürger erreichten durch friedliches und ausdauerndes Engagement ihr Ziel.