Black is beautiful – das war schon vor 50 Jahren eine Bewegung in den USA. Nun scheint sie auch uns mit voller Wucht erfasst zu haben. Auch wenn weder Schwarzfahren noch Schwarzsehen je auf der Positivliste der Tugenden stand. Doch wer wird denn gleich schwarzsehen? Schwarz ist inzwischen auch hierzulande das neue Weiß. Schwarz ist schön, insbesondere für Schnäppchenjäger, die plötzlich Dinge finden, die sie gar nicht gesucht haben.

Black Weekend: Jetzt geht es erst richtig los

Kein Grund zur Verzweiflung, wenn Sie den Black Friday verpasst haben. Schließlich gibt es noch die Black Week, ja sogar das Black Weekend. Und das beginnt ja erst richtig. Es braucht schließlich keinen Thanksgiving-Truthahn im Magen, um auf Schäppchenjagd zu gehen. Und an einen Börsencrash will heutzutage ohnehin niemand denken.

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Daher kein Schaufenster, nirgends, keine Anzeige, kein Newsletter in der Mailbox, der nicht mit schwarzen Angeboten wirbt. Es könnte einem geradezu schwarz vor Augen werden. Schwarzer Freitag – Rote Preise. Schnäppchenjäger an die Front. Ziert euch nicht, spart! Wobei dies derzeit ja gar nicht so hoch im Kurs steht, zumindest nicht die hohe Kante. Also gilt: Consumo ergo sum! Doch Achtung, nach Schnäppchen jagen kann süchtig machen.

Passt der Schachverband etwa seine Regeln an?

Man darf gespannt sein, ob der Schachverband demnächst seine Regeln anpasst und Schwarz künftig den Vortritt lässt. Dabei sollten wir uns erinnern. Schwarz ist quasi das Nichts. Schluckt alle Lichtstrahlen und behält sie für sich. Wie beim schwarzen Loch, das nicht nur alle Materie aufsaugt, sondern auch noch das Licht festhält.

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Dennoch haben es die Astronomen dieses Jahr erstmals geschafft, ein schwarzes Loch zu „fotografieren“, besser gesagt im Bild festzuhalten. Na also, geht doch! Bleibt nur die Hoffnung, dass uns kein schwarzes Loch zu nahe kommt und uns schluckt – wie der Black Friday unsere Kohle, die war schließlich auch mal schwarz.