Damit war im März 2017 nicht zu rechnen gewesen: dass aus dem Symposion zu Ehren von Martin Walser ein Buch entstehen könnte. Jetzt aber liegt die Hommage an den Sprachvirtuosen vor. Entsprechend lautet der Titel des Buchs, das Wolfgang Herles und Siegmund Kopitzki im Konstanzer Südverlag herausgegeben haben: „Der erste unserer Sprachmenschen. Neue Einsichten zum Werk von Martin Walser." Der Titel ist einem Geburtstagsartikel von Arnold Stadler entliehen, der in Teilen im SÜDKURIER erschien und nun vollständig dokumentiert vorliegt.

Literaturfreunde werden sich noch gut an die Tage im März 2017 erinnern: Von Überlingen über Meersburg und Friedrichshafen bis hin nach Wasserburg, Geburtsort von Martin Walser, wurde der Patron, wie die Hiesigen ihn nennen, gefeiert. In der Städtischen Galerie und im historischen Ratssaal wurden Vorträge zum Werk Walsers gehalten. Renommierte Referenten wie der eigens aus Amerika eingeflogene Literaturprofesser Peter Blickle oder Walser-Biografie Jörg Magenau, setzten Akzente mit neuen Einblicken in das Schaffen und Leben des in Nußdorf lebenden großen Schriftstellers.

Das Cover des Buches "Der erste unserer Sprachmenschen. Neue Einsichten zum Werk von Martin Walser", herausgegeben von Wolfgang Herles und Siegmund Kopitzki.
Das Cover des Buches "Der erste unserer Sprachmenschen. Neue Einsichten zum Werk von Martin Walser", herausgegeben von Wolfgang Herles und Siegmund Kopitzki. | Bild: Veranstalter

Am kommenden Freitag, 23. März, 19 Uhr, am Vorabend von Walsers 91. Geburtstag, wird das Buch in der Städtischen Galerie an der Seepromenade der Öffentlichkeit vorgestellt. Neben Verlagsleiter Walter Engstle kommen auch die Herausgeber Wolfgang Herles und Siegmund Kopitzki zu Wort. Herles moderierte seinerzeit das Symposion, Kopitzki, ehemaliger Redakteur dieser Zeitung, organisierte das Treffen. Die Freiburger Journalistin Bettina Schulte laudiert und auch Arnold Stadler gibt eine Leseprobe. Der Eintritt in die Veranstaltung ist frei.

Buchvorstellung „Der erste unserer Sprachmenschen. Neue Einsichten zum Werk von Matin Walser." Städtische Galerie „Fauler Pelz“, Freitag, 23. März, 19 Uhr. Eintritt frei.