Die Wortwahl in der Debatte um die künftige Trasse für den Weiterbau der B 31-neu zwischen Meersburg und Immenstaad wird schärfer. Die Argumentationsführung des B 31-neu Bündnisses pro 7.5 plus wird einmal als reißerisch, ein anderes Mal als emotional, halbwahr und unprofessionell bezeichnet. Diese Worte stammen nicht etwa aus den teils harsch geführten Diskussionen bei öffentlichen Treffen, sondern aus offiziellen Pressemitteilungen von Bürgermeistern und Verkehrsinitiativen. Dabei führen derlei Äußerungen im Dialog um die elf Kilometer zwischen Meersburg und Immenstaad sicherlich nicht zum Erfolg der einen oder anderen Gemeinde. In den Arbeitskreisen des Dialogforums zur B 31-neu geht es vielmehr um Zahlen und Fakten, die die Vertreter des Regierungspräsidiums überzeugen. Das Regierungspräsidium wird am Ende die Entscheidung fällen, um die dieses zähe Ringen entbrannt ist, in dem sich selbst Bürgermeister unter Druck setzen lassen, die sich nicht öffentlich äußern wollten. Einsatz ist wahrlich gefordert. Doch momentan demonstrieren Bürgervertreter, Bürger, Verbände und Organisationen eigentlich nur, wie tief die Gräben zwischen ihnen doch sind.

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