Die Stettenerin Marianne Kaindl hat ihren zweiten Katzen-Krimi herausgebracht. Titel: „Das Vermächtnis des Hypnotiseurs.“ Ihre eigenen Katzen, Coco an der Spitze, spielen in den Büchern eine Rolle – und dieses zweite Buch ist gewissermaßen ein Denkmal an Coco, die vor kurzem starb. In Marianne Kaindls Büchern lebt sie fort, auch in Zukunft, es wird weitere Coco-Katzenkrimis geben, kündigt die Germanistin an. „Denn im Erzählen werden die, die wir lieben, wieder lebendig. Auch süße, freche, naseweise kleine Katzen.“

Warum aber Katzen als Protagonisten eines Krimis? „Sie nehmen dem Krimi das Harte – wenn man einen Katzenkrimi schreibt, kann man die Leser in Spannung versetzen und gleich im nächsten Moment zum Lachen oder Lächeln bringen“, sagt die Autorin. Außerdem ließen sich brisante Themen wunderbar aus einem völlig anderen Blickwinkel darstellen.

Und darum geht's in dem Buch: Am Rosenmontag findet in Überlingen ein Ball statt. Die Gastgeberin stürzt sich um Mitternacht in die Tiefe und ist sofort tot. Hauptkommissar Silkowski bindet Ermittler-Katze Coco und ihr Team Purzel, Maxi, Merlin, Percy und Goldie in den Fall ein. Nachdem der Kriminaler einen Kurs über effiziente Ermittlungsmethoden absolviert hat, sind die Katzen-Detektive zwar wieder raus und werden durch ein Computer-System ersetzt. Doch die Tiere lassen sich nicht so einfach beiseite schieben und ermitteln weiter auf eigene Faust.

Undurchsichtig ist die Tochter der Toten, Anita von Hohenstein, die mit dem ererbten Geld ihre Hollywood-Karriere als Schauspielerin starten möchte. Coco und ihre Mitkatzen werten Tagebücher und Ermittlungsprotokolle aus, vor allem aber beobachten sie und ziehen ihre Schlüsse. Vielleicht hat ja auch Siam-Mix Lucky, der geheimnisvolle Orientale, einen entscheidenden Tipp, der sie der Lösung näher bringt?

Wie schon im ersten Fall, den Coco und ihr Katzen-Team erfolgreich lösten, recherchieren die Vierbeiner auch diesmal mit Cleverness, Tollkühnheit und Witz. Auch im zweiten Coco-Katzenkrimi nutzen sie alle technischen Möglichkeiten, die sie in die Finger – nein, natürlich: in die Pfötchen – bekommen.

Übrigens: Die wuselige Miss Marple auf vier Pfoten feiert auch gern. Zu ihrem zweiten Geburtstag gibt's deshalb eine Riesenparty mit 16 Gastkatzen. Hier sprengt Autorin Marianne Kaindl die Grenzen der Fiktion: Als Gäste sind 16 Katzen von Coco-Krimi-Leserinnen mit dabei, die bei einem „Katzen-Casting“ auf Facebook als Sieger hervorgingen.

Das Buch hat die ISBN-Nummer 978-3-945664-01-8, kostet 14,80 Euro und ist im Buchhandel erhältlich.