Wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich bei dem ausgebrannten Smart um das Dienstfahrzeug der Bodenseetherme, samt charakteristischem Anhänger. Zunächst wurde der Polizei an Silvester um 23.30 Uhr ein brennendes Auto in unmittelbarer Nähe zur Therme Überlingen gemeldet.

Mutmaßlich durch Brandstiftung wurde dieses Betriebsfahrzeug zerstört. Auch ein Anhänger wurde beschädigt.
Mutmaßlich durch Brandstiftung wurde dieses Betriebsfahrzeug zerstört. Auch ein Anhänger wurde beschädigt. | Bild: Hilser, Stefan

Zeugen beobachteten, wie es zunächst unter dem Auto brannte, weshalb die Polizei von einer Brandstiftung ausgeht. Personen kamen nicht zu schaden.

Um Mitternacht: 17 Helfer löschen

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte vor Ort stand der Smart in Vollbrand und wurde durch die Freiwillige Feuerwehr Überlingen, die mit drei Fahrzeugen ausrückte, gelöscht. 17 Einsatzkräften waren im Einsatz, die damit ihren Freiwilligendienst um Mitternacht löschend verbrachten, statt mit Freunden auf das neue Jahr anzustoßen.

Ein am Smart angebrachter Anhänger wurde ebenfalls beschädigt, so dass sich der Sachschaden am Fahrzeuggespann nach ersten Schätzungen der Polizei auf etwa 15 000 Euro belaufen dürfte.

Durch den Brand wurde ein Aufzugschacht der Therme durch geschmolzenes Plastik des Smart, das in den Aufzugschacht floss, ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen, wobei die Schadenshöhe noch nicht betitelt werden könne, wie es im Pressebericht heißt.

Verletzt wurde bei dem Feuer niemand, der Betrieb der Bodensee-Therme ist in keiner Weise beeinträchtigt.
Verletzt wurde bei dem Feuer niemand, der Betrieb der Bodensee-Therme ist in keiner Weise beeinträchtigt. | Bild: Hilser, Stefan

Während der Einsatzmaßnahmen war die Bahnhofstraße im Bereich der Therme für die Dauer von etwa 45 Minuten gesperrt. Ironischerweise stand das brennende Auto direkt neben einem Feuerwehr-Hydranten.

Der Hydrant konnte allerdings nicht genutzt werden, wie dieses Foto, das die Feuerwehr beim Brand angefertigt hat, eindrucksvoll zeigt. Der Hydrant ist als dunkler Fleck in den Flammen erkennbar, auf dem Foto in der rechten Bildhälfte.

Lichterloh brannte das Auto an der Therme, als die Feuerwehr anrückte. Im Bild als dunkler Fleck erkennbar: Ein Hydrant zum Löschen von Bränden.
Lichterloh brannte das Auto an der Therme, als die Feuerwehr anrückte. Im Bild als dunkler Fleck erkennbar: Ein Hydrant zum Löschen von Bränden. | Bild: Freiwillige Feuerwehr Überlingen

Wie Zugführer Christian Gorber mitteilte, wurde das Löschwasser aus den Tanks der beiden eingesetzten Löschfahrzeuge entnommen. Gorber: "Anschließend haben wir unsere Fahrzeuge aber gleich dort wieder befüllt, um für mögliche weitere Einsätze gerüstet zu sein. Das hat sich dann auch rasch ausgezahlt."

Die unterbrochenen Silvesterfeiern mit den Familien der Feuerwehrkräfte konnten erst ab etwa 2 Uhr fortgesetzt werden. "Zuvor mussten noch zwei Kleinbrände im Überlinger Stadtgebiet gelöscht und ein Notfallpatient aus dem Dachgeschoss eines Altstadthauses in der Jakob-Kessenring-Straße mit der Drehleiter gerettet werden."

In der Silvesternacht musste in Überlingen auch ein Notfallpatient aus dem Dachgeschoss eines Altstadthauses in der Jakob-Kessenring-Straße mit der Drehleiter gerettet werden.
In der Silvesternacht musste in Überlingen auch ein Notfallpatient aus dem Dachgeschoss eines Altstadthauses in der Jakob-Kessenring-Straße mit der Drehleiter gerettet werden. | Bild: Freiwillige Feuerwehr Überlingen

Gorber ist auch Sprecher der Feuerwehren im Bodenseekreis und verschaffte sich deshalb einen Überblick. Er bilanziert: "Für die restlichen rund 2500 Einsatzkräfte im übrigen Landkreis blieb es zum Jahreswechsel erfreulich ruhig. Lediglich in Tettnang-Kau am frühen Abend sowie in der Nacht in der Innenstadt von Friedrichshafen mussten von den dortigen Feuerwehren zwei weitere Kleinbrände gelöscht werden." Christian Gorber: "Insbesondere die feuchte Witterung um den Jahreswechsel dürfte diese insgesamt erfreuliche Bilanz begünstigt haben."

Zum Brand des Autos vor der Therme ergaben sich laut Polizei Hinweise auf Brandstiftung, sodass die Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen übernommen hat. Zeugen werden gebeten, sich beim Polizeirevier Überlingen, Telefon 075 51/80 40, zu melden.