Schon beim zweiten Song „Spark“ jubelten die Fans. Zu „Slow it down“ bildete Amy Macdonald einen „Schlossgarten-Chor“ und ließ sich von einer Welle der Sympathie tragen. Bei „Poison Prince“ wurde es rockig und die Sängerin trieb den Song zusammen mit ihrer Band mit der für sie so typischen Dynamik voran. Auch die Songs ihres jüngsten Albums „Under Stars“ kamen an. Immer war es ihre besondere, etwas rauchige Stimme, die fesselte und in ihren Bann zog. Als sie dann ganz alleine, nur mit ihrer Gitarre, „Never too late“ sang, hielten viele im Publikum für einen Moment den Atem an. Auch die Akustik-Version von „4th of July“ überzeugte an dem tropisch-warmen Abend.

Eine Menge Applaus und Sympathie für Amy Macdonald: Viele im Publikum sangen mit, die Hände gingen in die Höhe. <em>Bild: Claudia Wörner</em>
Eine Menge Applaus und Sympathie für Amy Macdonald: Viele im Publikum sangen mit, die Hände gingen in die Höhe. | Bild: Claudia Wörner

Der Ventilator auf der Bühne spendete Amy Macdonald nicht nur frische Luft, sondern ließ auch ihre Haare im Wind flattern. Humorvoll und witzig plauderte sie mit ihrem sympathischen schottischen Akzent zwischen den Songs. Als große Fußball-Freundin konnte sie den unrühmlichen WM-Ausgang für die deutsche Mannschaft nicht ignorieren, beruhigte aber gleichzeitig. „Don’t worry – es ist 20 Jahre her, dass Schottland überhaupt bei der WM dabei war.“ Ihr Blick fiel auf den Stand mit frisch gebackenen Crêpes. Den Appetit darauf kaum formuliert, kam schon ein Fan mit dem Gebäck an den Bühnenrand. Netterweise ließ Amy zuerst ihren Gitarristen abbeißen. Mit mehreren Zugaben, darunter das bluesig-schöne „Down by the Water“, verabschiedete sich die Schottin, mit der man sich gern auf ein Bier im Pub treffen würde.