Das Weingut Aufricht will eine Garage zum Weinausschank umnutzen und temporär als Besenwirtschaft betreiben. Die Lage des geplanten Ausschanks gegenüber des eigentlichen Weinguts und in unmittelbarer Rebennähe mit Seeblick wollte Gemeinderäten und Verwaltung am Montagabend nicht wirklich schmecken. Sie stimmten zwar unisono zu, wollen aber in einer Stellungnahme gegenüber dem Landratsamt darauf hinweisen, dass sie einen Standort auf der vorhandenen Hofstelle Harlacherstraße 8 favorisieren würden. Außerdem knüpften sie an ihr Ja die Bedingung, dass der Weingutsbesitzer ein Parkraumkonzept vorlegt. So soll wildes Parken in den Reben verhindert werden und ausgeschlossen werden, dass das Landschaftsschutzgebiet "Bodenseeufer" beeinträchtigt wird.

Alle weiteren bauordnungsrechtlichen Aspekte werden gemäß Verwaltung von der Fachbehörde im Landratsamt geprüft. Bürgermeister Daniel Heß unterstrich, er sehe die Parksituation kritisch. Der Antragsteller habe ihm in einem Gespräch aber signalisiert, er werde akribisch auf Einhalten des Parkrahmens achten. Nicola Barth (CDU) hielt das Parkproblem für gering. Sie ging davon aus, "dass viele Gäste zu Fuß kommen". Ihr Fraktionskollege Stefan Warnkönig (CDU) bewertete die "Weiterentwicklung eines landwirtschaftlichen Betriebs" ebenfalls positiv.

 

Höchstens vier Monate offen

 

Das Konzept des Weinguts sieht vor, Wein an höchstens vier Monaten im Jahr an drei bis vier Tagen pro Woche auszuschenken. Die bestehende Garage soll baulich nicht verändert werden. Lediglich eine Theke im Innenraum ist geplant. Das Garageninnere soll an Tischen Platz für maximal zehn Personen bieten. Im Außenbereich sind 20 Stehplätze vorgesehen. 17 Parkplätze sind nach Angaben des Antragstellers auf dem Weingutshof vorhanden. Bei Bedarf sei eine Erweiterung der Parkflächen möglich. Des Weiteren existierten zwei Toiletten im Hofbereich, die auf vier aufgestockt werden könnten.