"Die Feuerwehr ist das Ehrenamt zur Sicherung der Bevölkerung", mit diesen Worten beendete Feuerwehrkommandant Dagobert Heß die diesjährige Hauptversammlung der freiwilligen Feuerwehr Stetten im Feuerwehrhaus. Zuvor hatte Schriftführerin Franziska Trunz einen Überblick über die Zahlen und einen Tätigkeitsbericht vorgetragen. Die 58 Mann starke Wehr, darunter 35 Aktive und 14 Jugendliche, hatte ein ereignisreiches Jahr hinter sich. Bei insgesamt 27 Einsätze leisten sie 16 Mal technische Hilfe, retteten eine Person und rückten sechsmal für Brandeinsätze aus, darunter auch zu einem Großbrand in Uhldingen-Mühlhofen. Heß brachte die Zahlen zur Verdeutlichung noch einmal in Relation. "Statistisch gesehen hatten wir jede zweite Woche einen Einsatz." Dazu kamen dann noch die anderen Termine zu Übungszwecken und zur Weiterbildung, sodass bei 110 Terminen jeden dritten Tag jemand für die Feuerwehr unterwegs war und dies alles im Ehrenamt neben Familie und Beruf.

In diesem Zusammenhang dankte der Kommandant dem Gemeinderat für Anpassung der Entschädigungssatzung für das Ehrenamt, dies sei "ein Zeichen der Wertschätzung". Auch sonst habe der Rat ein "stets offenes Ohr" für die Belange der Wehr, so auch für die kostenintensive Beschaffung der Einsatzkleidung. Bis nächstes Jahr sollten alle Wehrleute mit einer zeitgemäßen Uniform ausgestattet sein. Der Brandschutzbedarfsplan werde demnächst wieder ein Thema im Rat sein, wobei der Kommandant die Tagesalarmverfügbarkeit als "Achillesferse" bezeichnete und noch kein "Licht am Ende des Tunnels" sähe. Zumal an den Einsatzstatistiken auch erkennbar sei, dass die Häufigkeit und Intensität bei Unwettereinsätzen zunähme. "Damit müssen wir uns in Zukunft beschäftigen", meinte Heß. Ein zentraler Punkt bleibe weiterhin auch "der Schulterschluss in der Zusammenarbeit mit den anderen Gemeinden." So werde man in diesem Jahr mit der Feuerwehr Markdorf/Ittendorf eine gemeinsame Übung in Stehlinsweiler abhalten.

Bürgermeister Daniel Heß dankte den Mitgliedern der Feuerwehr für ihr Engagement, für die "Übernahme von Aufgaben, die weit über die Brandbekämpfung hinausgehen". Wie das Weinfest, die gepflegte Kameradschaft mit der französischen Partnerstadt und die kurzfristig notwendige Verpflegung des Dialogforums zur B 31. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Fischer lobte die Arbeit der Wehr: "5,8 Prozent der Einwohner Stettens sind in der Feuerwehr, das ist top." Stolz war er auch auf die Jugend, die beim Ausbruch des Norovirus im Kreisjugendzeltlager ein "prima Krisenmanagement" gezeigt habe. Die elfjährige Lilli Heß hatte zuvor in ihrem Tätigkeitsbericht der Jugendfeuerwehr unter anderem vom Aufenthalt im Kreisjugendzeltlager berichtet.

Franziska Trunz und Peter Müller wurden zu Hauptfeuerwehrfrau und -Mann befördert, Robin Hübschle in der vorausgegangenen Jugendsitzung zum Sprecher der Jugendfeuerwehr gewählt und Benjamin Wurster wurde neu aufgenommen.