„Keine Dauerparkplätze“ und „Parken nur für Lehrkräfte und Besucher von Schule/Sporthalle“ ist auf dem neuen Halteverbotsschild beim Parkplatz der Grundschule zu lesen. Das Schild ist drei Anwohnern ein Dorn im Auge. In der Bürgerfragestunde der jüngsten Gemeinderatssitzung sich deren Sprecher Frank Schilling zu Wort. Er plädierte dafür, das absolute Halteverbot auf bestimmte Zeiten zu begrenzen.

Nachts, am Wochenende und in den Ferien

Die Stellflächen sollten in schulfreier Zeit, also zum Beispiel nachts, an Wochenenden und zu Ferienzeiten, zum Parken freigegeben werden. Schilling regte weiter an, die Verwaltung möge generell freie Parkmöglichkeiten für Feriengäste auf der Gemeindehomepage ausweisen. Schließlich wolle die Gemeinde doch Besucher anlocken und die müssten dann wissen, wohin mit ihrem Auto.

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Befürchtung: Wildparker machen Schulstraße noch enger

Die Befürchtung: Sonst parkten die Touristen wild an den Straßenrändern, wodurch es auf der sowieso schon schmalen Schulstraße noch enger werde. Dort verkehrten neben Schulbussen und auch Autos von Eltern und Lehrkräften sowie Fahrzeuge des benachbarten Bauhofs, gab Schilling zu Bedenken.

Beschwerden aus der Schule über blockierte Parkplätze

Was die schwierige Parksituation anging, gab Bürgermeister Daniel Heß Frank Schilling Recht. Allerdings betonte er: “Das Ganze ist nicht ohne Grund passiert.“ Vertreter der Schule seien auf ihn zugekommen, weil der Schulparkplatz ständig blockiert sei. Mit den Verbotsschildern sollten vor allem die Dauerparker vom Schulparkplatz verbannt werden.

Bürgermeister: Handlungsbedarf auch beim Kindergarten

Auch beim Kindergarten sah Heß Handlungsbedarf. Da sei ebenfalls permanent alles zugeparkt, sodass die Erzieher keinen Stellplatz für ihre Autos fänden. Heß verwies auf kostenfreie Parkmöglichkeiten am Sportplatz. Er sagte zu, die Bürgeranfrage im Gemeinderat zu diskutieren.

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Anwohner fürchten wild geparkte Autos von Radtouristen

Die Anwohner befürchten, dass gerade die vom Bürgermeister angesprochenen Radtouristen ihre Fahrzeuge statt wie bislang vor der Schule vor ihren Einfahrten abstellen, um zu mehrtägigen Radtouren aufzubrechen.

Parksituation war bereits eine Zeitlang angespannt

Im Anschluss an die Sitzung erläuterten Frank Schilling, Norbert Dittmann und Roland Faulhaber gegenüber dem SÜDKURIER ihre Bedenken. Viele Jahre habe es problematische Situationen rund um die Schule gegeben, gerade weil die Straßenränder zugeparkt worden seien, erinnerte Dittmann. Er sei damals von Haus zu Haus gegangen, um Anwohner auf die gefährliche Situation hinzuweisen. Die Nachbarn hätten schließlich ein Einsehen gehabt und nachträglich und auf eigene Initiative Carports und Garagen errichtet. Das habe die Situation entschärft.

Vorschlag der Anwohner: Stellfläche rechts der Schule erweitern

Durch den wegfallenden Parkraum vor dem Schulgebäude könnte sich die alte Situation wieder einstellen, befürchten die drei Anwohner. Faulhaber, der in einer Seitenstraße wohnt, erwartet schon allein durch den Mensabau ein Mehr an Verkehr. „Wenn die Schule vergrößert wird, müssen die Parkplätze mitwachsen“, argumentierte er. Er schlägt deshalb vor, die Stellflächen rechts der Schule Richtung Kindergarten zu erweitern. Alle drei erklärten, sie seien zuversichtlich, dass es eine für alle Seiten zufriedenstellenden Lösung geben wird.