Bürgermeister Oliver Gortat erläuterte, dass bei der Wasserversorgung laut Eigenbetriebsrecht mindestens eine volle Kostendeckung anzustreben sei. Die Anfang 2018 beschlossene Erhöhung des Wasserpreises von 1,27 Euro auf 1,41 Euro habe die gestiegenen Aufwendungen nicht auffangen können.

Das könnte Sie auch interessieren

Eigenbetrieb Gemeindewerke 2010 gegründet

Die Wasserversorgung wird seit dem Jahr 2004 als Eigenbetrieb geführt, sprich getrennt vom Gemeindehaushalt bewirtschaftet. Zum Jahresbeginn 2010 hatte die Gemeinde aus steuerlichen Gründen den Eigenbetrieb Gemeindewerke mit den Betriebszweigen Wasserversorgung und Stromerzeugung (Fotovoltaikanlagen) gegründet. Der Eigenbetrieb Wasserversorgung ging in den Gemeindewerken als Betriebszweig auf.

Die Gemeindewerke versorgen Sipplingen und Süßenmühle mit Trink- und Brauchwasser. Außerdem erzeugen sie mit drei Fotovoltaikanlagen auf den Dächern der Schule und des Feuerwehrgerätehauses Strom und speisen diesen in das Netz des Energieversorgers EnBW ein.

Höhere Kosten wegen unerklärlichem Wasserverlust

Das Wirtschaftsjahr schließt mit einem Verlust von 53 869 Euro ab. Während bei der Stromerzeugung ein Gewinn von 10 428 Euro zu verbuchen war, beläuft sich der Verlust beim Betriebszweig Wasserversorgung auf 64 297 Euro. Im Jahr zuvor konnte noch ein knapper Gewinn von 630 Euro erzielt werden (Stromerzeugung Gewinn: 10 716 Euro, Wasserversorgung Verlust: 10 086 Euro).

Das könnte Sie auch interessieren

Die Wasserbezugskosten stiegen von rund 59 600  Euro auf 131 700 Euro an. „Grund hierfür ist der unbekannte Wasserverlust von 98 923 Kubikmetern“, heißt es in der Tischvorlage. Im alternden Leitungsnetz machten sich zudem rund 1400 Euro höhere Unterhaltsaufwendungen gegenüber 2017 insbesondere durch Rohrbrüche wie in der Rathausstraße bemerkbar.

Folgen der Corona-Krise für Gemeindewerke noch nicht abschätzbar

Wie dem Jahresbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wibera zu entnehmen ist, sind die Folgen der Corona-Krise für die Gemeindewerke aktuell noch nicht abschätzbar. „Sie können sich jedoch auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken“, heißt es darin.

Das könnte Sie auch interessieren

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €