Welche Miete für welche Wohnung in der Gemeinde angemessen ist, das können die Bürger anhand des Mietspiegels erfahren. Der Gemeinderat hat jetzt in öffentlicher Sitzung beschlossen, erstmals einen qualifizierten Mietspiegel für die Gemeinde vorzulegen. Der gedruckte Mietspiegel wird kostenfrei zur Verfügung gestellt, außerdem ein kostenloser Online-Rechner sowie ein Download des Mietspiegels auf der Homepage der Gemeinde. Der Mietspiegel bildet die ortsübliche Vergleichsmiete für nicht preisgebundenen Wohnraum zwischen 30 und 130 Quadratmetern ab. Gültig ist er vom 1. August bis zum 31. Juni 2022.

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Erste Gemeinde mit Zweckentfremdungssatzung

Nach Darstellung von Bürgermeister Oliver Gortat hat die Gemeinde erkannt, dass mangels neuer Baugebiete und durch Umwandlung von Wohnungen in Ferienwohnung eine weitere Verknappung an Wohnraum stattfinde. „Deshalb war Sipplingen auch die erste Gemeinde im Bodenseekreis, die eine Zweckentfremdungssatzung erlassen hat, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und wenigstens den Erhalt des vorhandenen Wohnraums sicherzustellen“, sagte er. Der Mietspiegel solle all denjenigen ein Höchstmaß an Transparenz und Rechtssicherheit bieten, „die eine Wohnung suchen oder vermieten, sei es bei einer Neuvermietung oder bei der Frage, ob die zu zahlende Miete angemessen ist“. Gortat hofft, dass der Mietspiegel eine Hilfe in Bezug auf die Gestaltung der Mietverhältnisse sein möge.

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Alle zwei Jahre wird angepasst

Hauptamtsleiter Ulrich Sulger fügte hinzu, dass der nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellte qualifizierte Mietspiegel im Gegensatz zum einfachen Mitspiegel von der Gemeinde oder von Interessenvertretern der Vermieter und der Mieter anerkannt werden müsse. Außerdem müsse er im Abstand von zwei Jahren an die Marktentwicklung angepasst und nach vier Jahren neu erstellt werden. „Der Bedarf für einen qualifizierten Mietspiegel erleben wir bei uns täglich“, sagte er. Während Gemeinderat Thomas Biller (FW) sich froh über den „längst überfälligen“ Mietspiegel zeigte, hoffte Elisabeth Lohrer (CDU) darauf, „dass es bei uns weiterhin günstige Wohnungen gibt“.

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