Viele, aber weniger Wanderer als im Vorjahr haben sich am Sonntag bei sommerlichen Temperaturen auf den Weg gemacht, um die Wandersaison auf dem Premiumwanderweg Seegang zwischen Überlingen und Sipplingen (und weiter bis nach Konstanz) offiziell zu eröffnen. Unter dem Motto „Genusswandern“ trafen sie auf der knapp zehn Kilometer langen Etappe auf regionale Erzeuger mit Probierstationen. Allerdings herrschte deutlich weniger Betrieb als zur Premiere im zurückliegenden Jahr, die Ende April stattgefunden hatte.

"Viele bleiben doch heute lieber am See"

Sabine Kau, Vorsitzende des Touristik-Fördervereins Sipplingen, sah im warmen Wetter und dem späteren Termin den Grund für den Rückgang der Wanderer. "Viele bleiben doch heute lieber am See", sagte sie zum SÜDKURIER. In das gleiche Horn blies Sipplingens Tourismuschefin Silvia Fritz. "Es war eine gelungene Veranstaltung, wenn auch weniger frequentiert", sagte sie.Die Befürchtung, dass weniger Zulauf herrschen könnte, habe sie bereits gehabt, als sich die Mehrheit der sechs Veranstaltergemeinden für den vergangenen Sonntag statt einen Termin im April ausgesprochen hatte. Erfreut sei aber die Anbietergemeinschaft Bodenseebauer gewesen, die sich über einen größeren Zulauf aufgrund des für sie besseren Standorts als im Vorjahr gefreut hätten.

Viele Produkte von regionalen Erzeugern

Wer sich auf den Seegang begeben hatte, konnte an den Verkostungsständen Flaschen mit Destillaten und Wein oder auch Kräuter, Honig und Äpfel direkt vom Erzeuger erwerben. Betrieb herrschte an der Vereinshütte der Wandervereinigung Sipplingen, bei der die Wanderfreunde mit Getränken und Würstchen versorgt wurden. Einige Meter weiter, an der Grillhütte der Gemeinde Sipplingen, hatten sie die Möglichkeit, Würstchen und Stockbrot über dem Lagerfeuer selbst zu grillen und Informationen über den Touristik-Förderverein Sipplingen zu erhalten.

Viel Spaß an Fotostation

Während bei der Bodensee-Wasserversorgung Trinkwasser im Mittelpunkt stand, gab es am Haldenhof Brotschnitten, Holunderschorle und Most. Und an der Fotostation beim Aussichtspunkt Zimmerwiese hatten insbesondere die jüngsten Wanderer ihre Freude.