Die Sonntagspredigt von Pfarrer Matthias Sehmsdorf von der evangelischen Kirchengemeinde Ludwigshafen direkt neben dem Grundstein an der Nordwand der Jakobuskirche Sipplingen würdigte ein besonderes Ereignis der Kirche in diesem Jahr: Im voll besetzten Kirchensaal feierte die Gemeinde mit einem Festgottesdienst die Grundsteinlegung ihrer Kirche vor 50 Jahren.

Sich nicht mehr versteckten

Als Eingangslied erklang passend zum Fest einen Text von Benjamin Schmolck (1734): „Tut mir auf die schöne Pforte, führt in Gottes Haus mich ein, ach wie wird an diesem Orte meine Seele fröhlich sein. Hier ist Gottes Angesicht, hier ist lauter Trost und Licht.“ Die Zahl 50 sei etwas Besonderes: „Heute feiern wir Pfingsten“, sagte der Pfarrer – ganz so wie die Apostel 50 Tage (Pentekostes/Pfingsten) nach der Auferweckung sich nicht mehr versteckten, sondern in Begeisterung die Verkündung des Jesus als Christus, als Messias aufnahmen.

Pfarrer Matthias Sehmsdorf betonte in der Predigt zum Jubiläum: Es braucht Kirche für andere und die Kirche braucht uns.
Pfarrer Matthias Sehmsdorf betonte in der Predigt zum Jubiläum: Es braucht Kirche für andere und die Kirche braucht uns. | Bild: Theo Wieland

Vielfältige Nutzungen des Kirchenraums

Selbst der Psalmist lobte im von der Gemeinde gebeteten Psalm 84 einen Regentag, wie der zurückliegende Sonntag einer war: „Und Frühregen hüllt es (das Haus Gottes) in Segen.“ Pfarrer Sehmsdorf dankte in erster Linie Gott „für die Begleitung von Anfang an“. Dazu lobte er das stets große Gemeindeengagement in den fünf Jahrzehnten, wie viele Nutzungen des Kirchenraums belegten – im Kinder- und Jugendbereich und nicht unwesentlich auch die bis jetzt sieben Jahre der „Hörspielkirche“: „Kirche, das sind wir Menschen selber“, als „Salz der Erde.“ In der Kirche zeige sich die Vielfalt des Lebens.

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In Anlehnung an das verkündete Evangelium im Gespräch mit Jesus verglich Pfarrer Sehmsdorf die vielen Helfer samt der politischen Gemeinde mit der Gottes- und Nächstenliebe und der Umsetzung des Spruches an der Wand: „Seid Täter des Wortes und nicht Hörer allein.“ So zeige sich Gemeinde in den Ehrenamtlichen zumal als „lebendige Steine“. Segens- und Glückwünsche übermittelten Dekanin Regine Klusmann mit ihrem Rückblick auf die Zeitentwicklung und für die politische Gemeinde Bürgermeisterstellvertreter Thomas Biller.

Musikalisch gratulierte der Gospelchor Hindelwangen unter Leitung von Eberhard Graf: „Wer Gott die Ehre gibt, seine Wege geht, heiligt seinen Namen.“ Im Anschluss an den Gottesdienst feierte die Gemeinde ein Sommerfest.