Viel Lob für seine mittlerweile zehnjährige ehrenamtliche Arbeit als Kulturreferent hat Christian Scheel in öffentlicher Gemeinderatssitzung erhalten. „Ich finde es sehr gut, dass sich jemand so engagiert für die Kultur einsetzt“, zollte etwa Gemeinderat Clemens Beirer (CDU) Anerkennung. Allerdings übte Scheel während seines ersten öffentlichen Berichts auch Kritik.

Scheel will Galerie erhalten

Christian Scheel hatte vor zehn Jahren Gabrielle Kugel-Sichermann als Kulturreferent abgelöst. Bei seiner Vorstellung im Ratsgremium sagte er seinerzeit, die Sipplinger Galerie im ehemaligen Bahnhofsgebäude besser nach außen darstellen zu wollen. Dem gebürtigen Berliner, der seit 2006 auch Mitglied im Internationalen Bodensee Club (IBC) ist, geht es „im Prinzip darum, die Galerie zu erhalten“. Er habe versucht, das Niveau der regelmäßigen und inzwischen sechs jährlichen Ausstellungen zu steigern. Ihm sei aber klar, „dass man mit Kunst nicht alle Geschmäcker befriedigen kann“.

Raum für Kunst weggefallen

Bis zum Jahr 2017 sei alles gut gegangen, sagte Scheel. Dann sei infolge des Rathausumbaus eine Zeit lang unsicher gewesen, ob die Galerie zu halten sei, schließlich habe die Verwaltung mit dem Gedanken gespielt, temporär in die dortigen Räume überzusiedeln, was sich dann aber infolge ihres Umzuges in die Grundschule erledigt habe. Mittlerweile sei für die Kunst aber der vordere Raum aufgrund der Pfahlbauten-Dauerausstellung der Gemeinde weggefallen, so Scheel. Die Belegung der beiden hinteren Räume sei nicht immer einfach, da die Absprache mit der Tourist-Information nicht stimmig genug sei, kritisierte der 77-Jährige.

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Des Weiteren wünscht sich Scheel einen besseren Auftritt auf der Internetseite der Gemeinde, „schließlich möchte ich auch weiterhin gerne etwas für die Kultur tun“. Bürgermeister Oliver Gortat gab zu, dass ein modernerer Auftritt und eine Verlinkung angebracht seien und stellte eine Aktualisierung der Homepage in Aussicht. Das sah auch Thomas Biller (FW) so: „Die Kultur gehört unbedingt rein, es ist eine Einrichtung der Gemeinde.“