Die verfügbaren 65 Betreuungsplätze im Kinderhaus Kleine Raupe reichen bald nicht mehr. „Ab Februar kommenden Jahres brauchen wir noch mehr Plätze“, kündigte Leiterin Nicole Beurer in ihrem Bericht zur aktuellen und künftigen Situation des Kinderhauses an, den sie im Gemeinderat vortrug. 2021 feiert die Einrichtung ihr 25-jähriges Bestehen.

Zwei Ganztags- und eine Halbtagsgruppe

Derzeit hat das Kinderhaus nach Darstellung von Beurer drei Gruppen eingerichtet: zwei Ganztags- und eine Halbtagsgruppe, in denen maximal 65 Kinder betreut werden können. Die Kinder werden altersgemischt betreut, das bedeutet, in den Ganztagsgruppen gibt es jeweils maximal 20 Plätze, in der Halbtagsgruppe 25, führte die Leiterin des Kinderhauses weiter aus.

Zurzeit stehen laut Beurer rund sieben Stellen für die Betreuung der Kinder zur Verfügung. 30 Schließtage beziehungsweise Urlaubstage gibt es pro Jahr, dazu kommen noch weitere sechs Tage, an denen der Hort geschlossen ist.

Schließtage sollen reduziert, Betreuungsplätze auf 70 aufgestockt werden

Angestrebt ist Beurer zufolge eine Ausweitung der Kapazitäten auf 70 Plätze. Sie kündigte an, dass den Kindern der Schulkindbetreuung, für die es derzeit noch keinen Rechtsanspruch gäbe, gekündigt werden müsse. Die Eltern wüssten bereits Bescheid. Reduziert werden sollen die Schließtage auf insgesamt 30 pro Jahr, ausgeweitet werden sollen die pädagogischen Angebote. Dafür sollen Fortbildungen sorgen.

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Zukunft der Schulkindbetreuung unklar

In die Zukunft blickend sagte Beurer, dass bis 2025 ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder geschaffen werden soll. „Welche Möglichkeiten gibt es für Sipplingen?“, fragte sie.

Mittagsverpflegung muss neu organisiert werden

Geändert werden müsse künftig auch der Lieferant für das Mittagessen. Bisher wird die Verpflegung über das nebenanliegende Altersheim organisiert, das jedoch geschlossen werden soll. „Woher kriegen die Kinder in Zukunft ihr Essen?“, gab Beurer zu bedenken und wies darauf hin, dass eine geeignete Küche im Kinderhaus nicht vorhanden sei.

Dass die Gemeinde eine verlässliche Grundschule gewährleisten sollte, dafür machte sich Gemeinderätin Elisabeth Lohrer (CDU) stark: „Sie ist der Schlüssel für unsere Zukunft.“