Dass im 2,6 Hektar großen Bauerwartungsland Hohfelser bald gebaut werden kann, scheint ausgeschlossen. „Das Projekt ist erst einmal nicht realisierbar“, sagte Bürgermeister Oliver Gortat im Gemeinderat. „Allerdings wäre es schade zu sagen, dass Hohfelser ein für alle mal vom Tisch ist.“

Einziges Bauerwartungsland in der Verwaltungsgemeinschaft

Das Gewann ist gegenwärtig das einzige ausgewiesene Bauerwartungsland im Flächennutzungsplan der Verwaltungsgemeinschaft Überlingen-Owingen-Sipplingen. Es beinhaltet 40 Grundstücke, die 70 Eigentümern gehören. Die Gemeinde hat aktuell hier noch kein Eigentum. Nur wenn sie Eigentümer aller Grundstücke werden könnte, hätte sie die Entscheidungs- und Gestaltungsgewalt für das Gebiet, von der Aufstellung des Bebauungsplans bis zur Vergabe der späteren Baugrundstücke.

Gemeinde bietet Ankaufspreis ab 200 Euro pro Quadratmeter

Nachdem der Gemeinderat im März vor einem Jahr einen einheitlichen gestaffelten Ankaufspreis ab 200 Euro pro Quadratmeter beschlossen hatte, fand im Oktober eine Informationsveranstaltung für alle Grundstückseigentümer im Bereich Hohfelser statt. Im Anschluss seien Einzelgespräche mit den Grundstückseigentümern geführt worden.

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Gortat: "Nicht akzeptable Einzelinteressen und unmögliche Vorstellungen"

Wie Oliver Gortat erklärte, habe sich hier gezeigt, dass aufgrund zu vieler beziehungsweise nicht akzeptabler Einzelinteressen oder unmöglicher Vorstellungen über die Vertragskonditionen das Ziel nicht realisiert werden könne, die Grundstücke zu erwerben. „Man ist unterschiedlicher Ansicht, wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten“, sagte der Verwaltungschef. Damit sei eine zeitnahe oder auch nur mittelfristig absehbare Entwicklung des Hohfelser mit der gewünschten Vorgabe der Gestaltungsoptionen für die Gemeinde nicht umsetzbar.

Rat will Informationen, warum Gespräche scheiterten

Mit verkaufsbereiten Eigentümern könnte nach Aussage Gortats allenfalls künftig im Einzelfall ein angemessener Kaufpreis mit einer befristeten Nachzahlungsoption unter Berücksichtigung der Haushaltssituation angeboten werden. Auf Antrag von Clemens Beirer (CDU) soll die Verwaltung in der kommenden Sitzung detailliert informieren, warum die Gespräche scheiterten.